#LIVE-Leseeindruck zu "Pearl - Liebe macht sterblich" von Julie Heiland

Herzlich Willkommen zu diesem LIVE-Blog!
Ich hatte mal wieder total Lust auf einen #LIVE-Beitrag und da der letzte schon einige Zeit her ist, dachte ich mir, es bietet sich an mit und für euch "Pearl" von Julie Heiland aus dem Fischer Verlag zu lesen. Der Roman ist nämlich gerade erst (nämlich am 24. Mai 2017) erschienen und hat schon Eindruck gemacht, als ich den Klappentext in der Vorschau gelesen habe. Viel Fantasie gepaart mit DEM Thema der Menschheit: Der lieben Liebe. So fragte ich das Buch beim Verlag an und erhielt es auch schon vor Veröffentlichung (ich berichtete auf Facebook). Nun ist es so weit und ich darf euch mehr über das Buch erzählen - und genau das möchte ich in diesem Beitrag auch zu genüge tun! Aber vorher: Danke an den Fischer FJB Verlag für das Vertrauen und dem Bereitstellen des Rezensionsexemplars - ich freue mich sehr <3

© FISCHER FJB Verlag


Die Autorin ist, wie bereits erwähnt, Julie Heiland, die vor Veröffentlichung dieses Romans bereits eine Trilogie auf den Markt gebracht hat, die einzelnen Bände heißen "Bannwald", "Blutwald" und "Sternenwald". Ich habe keines dieser Bücher gelesen, somit ist "Pearl" für mich mein erster Heiland - aber wer weiß, vielleicht kann mich die Autorin so begeistern, dass ich mir auch die Trilogie näher ansehen werde. Mal gucken! Um euch aber zu verraten, warum ich das Buch für äußerst interessant halte, muss ich euch erst den Klappentext laut Amazon präsentieren - denn dieser war Grund für meine Vorfreude auf den Roman!

Die ungestillte Sehnsucht nach Liebe macht sie unsterblich. Aber alles, was sie will, ist endlich zu lieben. 
„Zweihundert Jahre habe ich die Liebe gesucht, wollte sie mehr als alles andere – nie hat sie sich meiner erbarmt. Ich habe noch nie geliebt. Wurde noch nie geliebt.“
Pearl ist eine Suchende. Ihre Sehnsucht nach Liebe ist so groß, dass sie selbst im Tod keine Ruhe gefunden hat und zur Unsterblichkeit verdammt ist. Sie hat nur eine Möglichkeit, erlöst zu werden: sie muss die wahre, aufrichtige Liebe erfahren. Aber der, den sie endlich lieben kann, stellt sich als ihr größter Feind heraus. Wird er ihre Gefühle erwidern und sie befreien oder wird er ihr Schicksal auf ewig besiegeln?
Unendlich romantisch und absolut spannend – der neue phantastische Roman von Julie Heiland!

Klingt das nicht absolut spannend? Die Idee, jemand wäre unsterblich bis er die wahre Liebe erfährt, hat etwas sehr romantisches, allerdings auch etwas sehr mysteriöses und fragliches. Denn was ist die "wahre Liebe" überhaupt, wer kann sie empfangen, wer schenken und welches System hat sich die Autorin ausgedacht, um genau diese Fragen zu beantworten? Ich erkannte in dem Fantasy-Roman nicht nur ganz, ganz viel Potenzial, sondern auch eine ernsthafte Wertefrage und moralischer Diskussionsstoff. Und genau das möchte ich herausfinden: Ist es wirklich eine intensive Beschäftigung mit dieser Thematik oder kratzt man nur an der Oberfläche und verpasst die vielen Möglichkeiten, die man offensichtlich hat? Ja, ich gehe damit eventuell ein Risiko ein, denn ich könnte derbe enttäuscht werden, dennoch gehe ich es gerne ein, denn ich muss es einfach wissen.

Lest also in den nachfolgenden Passagen meinen Eindruck während des Lesens. Am Ende gibt es natürlich wie immer eine Rezension als eigenständigen Beitrag und ein kleines Fazit unter diesem Post. So könnt ihr, wenn ihr das wollt, live mitlesen oder euch den Beitrag erst dann durchlesen, wenn ihr selbst gerade "Pearl" verschlingt - oder am liebsten in die Ecke hauen wollt - was ich tuen werde, erfahrt ihr jetzt :D Übrigens lese ich das Buch gemeinsam mit Mella von der Seite Book-Angel und Lena von Lenas Welt der Bücher (:

Cover: © FISCHER FJB Verlag
Dieser Beitrag ist SPOILERFREI!
Ich werde die Handlung der ersten Seiten nur kurz wiedergeben, ihr braucht also keine Angst haben, dass ich euch zu viel verrate (:


Etappe 1: S. 9 bis 100
Die ersten 100 Seiten sind gelesen und ich habe ein sehr positives Gefühl: Der Schreibstil besticht durch einfache Formulierungen, ohne dass ich das Gefühl habe, er wäre zu alltäglich oder unprofessionell. Man merkt die Erfahrung der Autorin, was ich besonders darin äußert, dass man den Text sehr gut "runterlesen" kann, ohne über gewisse Formulierungen oder Ausdrücke zu stolpern. Das gefällt mir schon Mal sehr gut und macht das alles zu einem lockeren und sehr wohligen Leseerlebnis. Doch kommen wir zur Geschichte: Wir lernen Pearl kennen, Namensgeberin des Buches und eine Suchende, die bereits seit mehr als 200 Jahren nach der wahren Liebe sucht. Nachdem sie aus ihrem Waisenhaus geflohen ist, wo sie die zuständige Betreuerin körperlich misshandelte, schlug sie sich einige Zeit lang durch, nur um dann auf einem Feld jämmerlich zu sterben. Doch die Geschichte endet nicht: Pearl erwacht wieder und statt der erlösenden Leere, folgen 200 Jahre Kampf, um die wahre Liebe zu finden.

Pearl lebt mit ihren Freunden Alexa und Damien, beides ebenfalls Sucher, wie soll es anders sein, in Venedig und ist, als wir sie kennenlernen, gerade auf einem Date. Dieses endet ungewollt, denn Pearl bemerkt einen Jäger, der ihr Leben beenden will, in dem er sie zunächst betäubt und im Anschluss lebendig vergräbt - denn die Jäger sollen die Menschen vor den Suchenden schützen. Denn gestehen sich ein Sucher und ein Mensch ihre Liebe und küssen sich im Anschluss, kann daraus entweder die Erlösung kommen, in dem der Sucher wieder sterblich wird oder aber, falls es nicht die einzig wahre Liebe ist, das genaue Gegenteil: Dem betroffenen Menschen wird auf ewig die Fähigkeit geraubt, Liebe zu empfinden. Genau das wollen die Jäger, übrigens frühere Suchende, verhindern.

Der Plot bietet allerlei Spannung und wird so erzählt, dass ständig irgendetwas passiert - entweder bei den Suchenden oder bei den Jägern. Denn die Geschichte ist sowohl aus der Sicht von Pearl verfasst als auch aus der Sicht eines Jägers. Spannend, schließlich hofft man einerseits mit den Suchenden, da man ihnen ein erfülltes und glückliches Leben wünscht, andererseits versteht man aber auch die Jäger, die im Endeffekt ja nur die Menschen vor dem größten Fehler ihres Lebens bewahren wollen. Warum aber die Jäger auch mal Suchende waren, verstehe ich nicht so ganz. Müssten sie nicht am eigenen Leib wissen, wie es ist nach der einen wahren Liebe zu suchen? Die Antwort darauf hat die Autorin noch nicht gegeben, allerdings erzählt sie die Geschichte eines Jägers so, dass man seine Intention dahinter nachvollziehen kann. Genauer werde ich aber auf diese nicht eingehen, das müsst ihr dann selbst herausfinden ;-)

Ich fühle mich bis jetzt eigentlich ganz wohl, die gesamten Strukturen wurden jetzt aufgezeigt, nun muss die Autorin mit einer spannenden Handlung punkten, die sich hoffentlich noch etwas näher mit der Thematik beschäftigt - denn bis jetzt sieht es so aus, als ob es tatsächlich nur um partnerschaftliche Liebe gehen würde. Dabei gibt es Liebe doch auch zwischen Eltern und ihren Kindern, Geschwistern, Familie, Verwandten, Freunden - oder sehe ich da was falsch? Ich habe die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben, dass das eventuell auch noch angesprochen wird. Wie Lena und ich nämlich bereits festgestellt haben, zeigt ja auch der Disney-Film "Die Eiskönigin" eindrucksvoll, wie stark die Liebe beispielsweise zwischen Geschwistern sein kann :D
Die Charaktere sind mir bis jetzt auf alle Fälle nicht unsympathisch, aber so richtig eins werde ich mit ihnen noch nicht. Pearl ist mir etwas zu gewollt, zu streng, zu ernst, der Jäger dagegen ist mir zu verbittert und pessimistisch. Einzig sein Komplize und Pearl's bester Freund Damien stechen mir positiv hervor und wachsen mir langsam ans Herz. Mal sehen, ob das die Protagonisten auch noch schaffen werden (:

Etappe 2: S. 101 bis 207
In den letzten Tagen ist so viel passiert, dass ich gar nicht wirklich weiter gekommen bin, zumindest wenn man bedenkt, dass seit der letzten Etappe vier Tage vergangen sind. Immerhin habe ich gelesen und kann euch jetzt meinen Eindruck nach den nächsten hundert Seiten verraten. Ich muss sagen, dass ich die Entwicklung der Geschichte ganz spannend finde, allerdings auch befürchte, dass es sehr vorhersehbar kommt, weil man als Leser die Komponenten wirklich vor die Nase gesetzt bekommt, die wahrscheinlich im Finale eine Rolle spielen werden. Dennoch mag ich es Pearl auf ihrer Suche nach der wahren Liebe zu begleiten und finde ihre angehende Beziehung mit Noah sehr, sehr spannend. Denn es ist nicht einfach die ewige Romeo & Julia-Leier, sondern etwas komplexer als diese klassische Liebesgeschichte. Das gefällt mir. Ich muss sagen, dass besonders die Figuren die Geschichte interessant machen, denn sie überzeugen durch nachvollziehbare Handlungen und einem gewissen Charme, auch wenn die Handlung gerade nicht ganz so zu überzeugen weiß.

Der Lesefluss bleibt dabei ununterbrochen bestehen, was für den wirklich großartigen Schreibstil der Autorin spricht und mich durchaus begeistert. Julia Heiland schafft es, eine gute Mischung aus Erzählung und bildlichen Beschreibungen zu bieten und die Geschichte damit so zu erzählen, dass es einerseits nicht zu überladen wirkt und andererseits auch nicht so, als ob sie sie einfach nur runtererzählen würde. Der einzige Aspekt der mich hier stört, der aber vermutlich weniger mit dem Schreibstil als mit der Art des Erzählens zu tun hat, ist der Punkt, dass ich das Gefühl habe, die Autorin versucht durch Weglassen von Informationen Spannung und Rätselhaftigkeit in die Geschichte zu bringen, was ihr aber nur teilweise gelingt, da sich der Leser diese weggelassenen Informationen durch den Kontext erschließen kann. Deshalb gelingt ihr diese Form des Spannungsaufbaus auch nur teilweise.

Objektiv gesehen habe ich eigentlich nur ganz kleine Kritikpunkte, allerdings fehlt mir noch dieses gewisse Etwas, was mich völlig in die Geschichte reinzieht. Ich finde es jetzt ganz gut, aber eben nicht total umwerfend - versteht ihr, was ich meine? Vielleicht bin ich etwas zu kritisch, aber so ist nunmal mein Gefühl :D Charaktere, Grundidee, Setting und auch die (etwas vorhersehbare) Geschichte gefallen mir, aber nichts davon sticht so hervor, dass ich danach schreie und lechze, um es weiterlesen zu können. "Pearl" ist bis jetzt ein ganz guter Begleiter, der aber nicht völlig einnimmt. Vielleicht ändert sich das auf den letzten 150 Seiten? Wir werden sehen (:

Etappe 3: S. 208 bis 352
So, es ist vollbracht! Die letzten knapp 150 Seiten haben für mich nochmal alles geändert und ich habe die gewünschte Spannung erhalten. Die Geschichte nahm nochmal an Geschwindigkeit auf und präsentierte sich so völlig anders als noch die ersten 200 Seiten. Schön, dass man noch einmal so die Kurve bekommen hat, ich hatte befürchtet, dass es so ruhig bleibt und ich mich durchquälen muss. Das war wirklich überhaupt nicht der Fall, denn ja, es kam zu dem vorhersehbaren Finale, allerdings mit einigen überraschenden Facetten, die ich so nicht erwartet hatte und die mir sehr gut gefallen haben.

Ein abschließendes Fazit werde ich natürlich in meiner Rezension geben, dennoch kann ich sagen, dass "Pearl - Liebe ist sterblich" zwar größtenteils sehr ruhig ist, dass sich aber ein gewisses Durchhaltevermögen definitiv bezahlt macht, denn die letzten 100 Seiten haben es in sich! Doch mehr dazu in der noch folgenden Rezension (:

Danke fürs Reinklicken, der nächste LIVE-Leseeindruck folgt bestimmt (:

Cover: © FISCHER FJB Verlag
HIER geht's zur Rezension (:
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1 Kommentar:

  1. Hallo Lenny,

    Das Buch sehe ich zur Zeit überall und ich lese fast nir positives, ich muss es wohl haben, geht gar nicht anders :)
    Die Idee mit dem Live-Blog finde ich super, habe ich bis jetzt noch nirgends gesehen.

    LG Sonja Béland

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