Freitag, 26. August 2016

Und tschüss...! - Sommerpause 2016


Hallihallo zusammen (:

Wie schon im letzten Jahr befindet sich mein Blog vom 27. August bis zum 15. September 2016. erneut in der wohl verdienten Sommerpause. Ich würde mich trotzdem freuen, wenn ihr meine Beiträge lest, sie teilt, kommentiert und besonders wichtig: Mir auf Facebook und/oder Instagram folgt!

Mein Blog bietet alles rund um die Musik: Album-Rezensionen, Single-#Updates, Playlists, Eurovision Song Contest-Specials, News zum deutschen ESC-Vorentscheid, Live-Ticker zu Musikshows und Beiträge rund um alles, was ich (musikalisch) so mag (:

Hier kommt ihr zu meinen aktuellen Beiträgen:











Bis dahin wünsche ich euch jetzt einen wunderschönen (Spät-)Sommer und freue mich schon auf all die kommenden Beiträge ab Mitte September (:

Album-Rezension: Lauren Aquilina - "Isn't it Strange?"

Schlag auf Schlag geht's weiter! Lauren Aquilina ist eine Singer-Songwriterin wie keine andere: Völlig ohne Label, ohne Management und ohne große Marketing-Maschinerie dahinter, schaffte sie es mit ihren ersten drei EPs in die UK-Charts und war so erfolgreich, dass sich physische Versionen ihrer EPs im Nu verkauften bis sie schließlich nicht mehr lieferbar waren (zu der Vorstellung aller drei EPs gelangt ihr HIER). Lauren baute sich damit viel auf, tourte auf der Insel und ging dann einen Plattenvertrag mit Island Records ein. Seitdem arbeitete sie an ihrem Debüt und veröffentlichte vor ziemlich genau einem Jahr ihre nächste EP "Ocean", die als kleiner Vorgeschmack dienen sollte. Die dazugehörige Rezension findet ihr HIER verlinkt. Doch Lauren gab keine Ruhe: Ihre nächste Single "Kicks" zeigte bereits, dass sie etwas elektronischer, etwas mainstreamiger wird und sich trotzdem selber treu bleibt. Ob dieser Eindruck bestehen bleibt? Lest selbst:




01. "Midnight Mouths"
Es geht elektronisch los, erinnert in der ersten Strophe etwas an "Kicks", der ersten Single des Albums. Im Refrain klingt es dann wieder nach "Ocean", da der Instrumentalteil dort eine Zeit lang dominiert. Es geht um einen Jungen, der einfach nicht alleine sein will und deshalb mit jedem zufrieden wäre. Insgesamt ist der Track nicht wirklich traurig, er strahlt stattdessen was sehr selbstbewusstes und erwachsenes aus. Ich finde, es ist ein gelungener Einstieg in die LP, Laurens Stimme ist on point und der Song ist sehr bildhaft. Hier könnte ich mir ein tolles Video im Spätsommer-Stil vorstellen (Sonnenuntergang, abends ist es kalt, Menschen gehen raus, feiern,...).

02. "Wicked Games"
Es bleibt bei dieser Stimmung: Lauren erzählt eine Geschichte, die sich größtenteils um sie selber und ihre Probleme drehen. Dabei ist der Sound wieder sehr modern und üblicher Pop-Sound, den man kennt. Dabei ist der Refrain wirklich sehr eingängig und deshalb auch sehr Single-tauglich. Jeder, der Lauren bereits kennt, mag sie eigentlich für ihre melancholischen Tracks, doch bereits mit der ersten Single "Kicks", die als nächstes laufen wird, zeigte sie, dass sie auch modernen Radio-Pop kann, der gut geschrieben und performt wird. Hier fehlt mir allerdings ab und zu das gewisse Etwas, das man aus ihren früheren Tracks kennt. Allerdings ging mir das bei "Kicks" genauso: Erst gehört und als eher mittelmäßig empfunden und zwei Wochen später rauf und runter gehört. Das wird mit "Wicked Games" nicht anders sein :D

03. "Kicks"
Wie bereits erwähnt die erste Single, die mir wirklich gut gefällt (mittlerweile). Klavier, ein klatschender Rhythmus und ganz viel Hall und Sounds im Refrain. Lauren schafft in dem Song den Spagat zwischen Radio-Sound und ihrer Einzigartigkeit zu finden, weshalb es mich nicht wundert, warum der Song als erste Single ausgewählt wurde. Dabei sind die Strophen eher ruhig und auf die Geschichte konzentriert, während der Refrain richtig abgeht und einen wahren Boxkampf liefert(die Anspielung musste bei dem Titel einfach sein). Reinhören lohnt sich hier also!

04. "How Would You Like It?"
Jetzt kommt die Lauren, die alle Fans lieben: Lauren besingt in der Ballade "How Would You Like It?", wie sich ihr gegenüber wohl fühlen würde, wenn sie genau das mit ihm machen würde, was er mit ihr gemacht hat. Das ist emotional, authentisch und stellt den bisherigen Höhepunkt der Platte da. Ganz simpel, nur mit Klavier begleitet und dazu die großartig erzählte Geschichte - Lauren beweißt, warum sie so viel bereits ganz alleine geschafft hat und wie wenig sie braucht, um zu glänzen. Gänsehaut pur!



05. "Way Too Good"
Anfangs singt Lauren nur und begleitet sich selbst auf dem Klavier. Im Refrain kommt dann ein Chor hinzu und schafft damit eine sehr intime Atmosphäre und einen Sound, der wunderbar verträumt ist. Man kann einfach nur genießen und sich auf nichts anderes konzentrieren. "If nothing is meant to last, maybe we should drink to that". Hach, wie schön tragisch. Wie romantisch. Bis jetzt mit großem Abstand mein Lieblingstrack der Platte, auch wenn die vorherigen Songs auch gut waren. Das hier ist einfach 100 % Lauren Aquilina. Wunderschön.

06. "Hurt Any Less"
Hello 80s-Vibe! Ein bisschen Madonna trifft auf ganz typische Lauren-Sounds unterstützt durch ihr Klavier und einigen Beats. Ich hätte wirklich mit allem gerechnet, aber nicht mit dieser Kombination. Ich feiere den Song wirklich sehr, besonders auch wegen seiner Lyrics. Lauren weiß, dass eine Trennung der beste Weg ist, aber deshalb tut es nicht weniger weh. Wunderbare Geschichte und Lauren's Stimme kommt hier besonders gut raus. Großartig und mal wieder ein Meisterwerk.

07. "Fools (Live At RAK Studios)"
Als ich sah, dass Lauren auf ihrem Debüt ihren aller ersten Song in einer Live-Version draufgepackt hat, hatte ich wirklich Tränen in den Augen. So viel ist seitdem passiert und der Song geht trotzdem noch unter die Haut. "Fools" ist so eine Nummer, die einem die Tränen in die Augen steigen lässt und aufgrund seiner Einfachheit und Authentizität überzeugt. Und hey, der Song ist hier live eingespielt und Lauren klingt trotzdem so, als ob es eine Studio-Version wäre. Mehr geht doch einfach nicht, oder?

08. "Suddenly Strangers"
Mit einem Midtempo-Song geht es weiter. Lauren erzählt die Geschichte, wie sie jemanden seit Kindheitstagen kennt und von einem Moment auf den anderen, entfernen sie sich auf einmal und es fühlt sich an, als wären sie Fremde. Dabei hat sie eine Melodie gefunden, die beim ersten Mal hören sehr positiv wirkt, die aber, wenn man genauer hinhört, nur die intensiven Gefühle der Sängerin beschreibt. Besonders der Refrain geht hier rein und macht den Song zu einem wahren Hit. Für mich ist der Song sehr bildlich und würde im herbstlichen Ambiente perfekt passen. Vielleicht ja eine Video-Idee, oder?

09. "Thinking About"
Es wird wieder reduzierter. Im Hintergrund gibt es einzelne Töne, die sich anhören wie Regentropfen die auf den Grund fallen und verschiedene Töne produzieren. Dabei gibt es immer wieder Akkorde, die ebenfalls so gespielt werden, als ob sie wie Regentropfen fallen würden. Die Strophen finde ich jetzt nicht ganz so stark, wie die der vorherigen Songs, dafür ist der Refrain hier total eingängig und zeigt, wie hoch Lauren's Stimme doch sein kann. Gegen Ende kommen Streicher dazu und das ganze wird zu einer wunderschön authentischen Nummer, die sehr einfach produziert ist und deshalb auch heraus sticht. Was schwach anfing, entwickelt sich stark! Für nachdenkliche Stunden genau der richtige Track!

10. "Ocean"
Und es folgt "Ocean" - der erste bekannte Song, den man jemals von diesem Album gehört hat. Denn Lauren veröffentlichte vor ziemlich genau einem Jahr den Song und eine gleichnamige EP mit verschiedenen Remixen und den zusätzlichen Tracks "Low" und "Out of our Depth". Ich bin großer Fan des Songs, denn wie ich bereits geschrieben habe, erinnert mich der Song an einen sehr guten Coldplay-Track, aufgrund seiner Instrumentalisierung in seinem Refrain. Außerdem finde ich, dass hier sowohl Sound als auch Lyrics perfekt zusammenpassen und miteinander harmonieren. Überwältigend und ganz großes Kino. Lauren zeigt, dass sie ihre Singer-Songwriter-Vergangenheit nicht vergessen hat und kombiniert diese mit radiotauglichem Sound. Einfach Klasse!



Abschließendes Fazit:
Nun ist es vorbei - und wie schnell! Lauren präsentiert uns auf "Isn't it Strange?" zehn wunderbar authentische Songs, die alles vereinen, was eine gute PopKünstlerin ausmacht: Radiotauglicher Sound, eingängige Refrains, gut geschriebene Lyrics und authentisches Material. Dabei ist sie mal am Boden zerstört ("How Would You Like It?", "Thinking About ") oder feiert das Leben, auch wenn das auch immer einen melancholischen Touch hat ("Way Too Good"). Außerdem zeigt sie ihre beste Eigenschaft in jedem der Songs: Ihre Fähigkeiten Geschichten zu erzählen. Bei Lauren geht es nicht um die großen Hits oder um Songs, die in den Charts ganz nach oben kommen. Bei Lauren geht es darum, authentische Geschichten aus ihrem Leben zu erzählen. Und das schafft sie mit ihrem Debüt allemal. Sie zeigt, dass sie sich selbst treu bleibt und sich von irgendwelchen Plattenfirmen nicht reinreden lässt, gleichzeitig bleibt sie offen für neue Sounds und lässt mit sich arbeiten. So erklären sich auch die ersten drei Songs der Platte: Diese sind vielleicht nicht ganz so ausgereift wie die anderen Tracks, aber sie zeigen eine neue, interessante Seite und können eben auch im Radio gespielt werden. Was ja prinzipiell nicht schlecht ist :D Einziger Kritikpunkt: Lauren hätte mal gefühlt 5 weitere Songs auf das Album packen können. Denn zehn Tracks für ein Album sind echt zu wenig. Aber gut, wer sich die "Ocean EP" runtergeladen oder physisch bestellt hat, der hat ja noch zwei weitere Tracks und dann wären wir bei insgesamt 12 Songs... immer noch zu wenig, denn ich könnte Miss Aquilina wirklich STUNDEN LANG zuhören.


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Album-Rezension: Britney Spears - "Glory"

Britney Spears hat wohl die höchsten Höhen und die tiefsten Tiefen in ihrem Leben schon durch gemacht. Mega Erfolg Anfang der 2000er, privater Meltdown Mitte des Jahrzehnts und ein mehr oder weniger gelungenes Comeback Anfang der 2010er mit dem höchst erfolgreichen "Circus" und dem eher an Fans vorbeigezogenen Album "Britney Jean", welches eigentlich nur so richtig mit der Single "Work B****" überzeugen konnte. Doch Britney wäre nicht Britney, wenn sie nicht kontinuierlich an ihrer Karriere arbeiten würde. Mal so nebenbei hat sie nämlich eine überaus erfolgreich Fulltime-Show in Vegas, wo sie Abend ein, Abend aus ihre größten Hits präsentiert und die Location auch für andere Stars attraktiv gemacht hat. Wegen ihres Erfolges präsentieren nämlich nun auch Mariah Carey oder Jennifer Lopez ihre Songs in neuem Gewand auf der großen Vegas-Bühne. Außerdem ist Britney in der Parfüm-Industrie durchaus erfolgreich und zeigt, dass sie sich und ihre Marke durchaus in Szene setzen kann. All diese Erfolge sind zwar beachtlich, dennoch vermisst man da ab und zu den Hauptaspekt ihres Berufs: Die Musik. Dies hat wohl auch Britney gemerkt und präsentiert uns nun ihr insgesamt neuntes Werk "Glory". Auf diesem sollen urbane RnB-Songs als auch tanzbarer Dance-Pop zu finden sein, der sich von der Masse abhebt und eine Weiterentwicklung ihres bisherigen Sounds darstellen soll. Ob das wirklich der Fall ist, erfahren wir jetzt, denn ich nehme euch durch das Album mit (:


Es ist 11 Uhr und das heißt: Los geht's mit "Glory" - make me move, Britney!

01. "Invitation"
Es fängt sehr verträumt und sehr grazil an: Ein paar gedämpfte Beats, Chöre, die im Hintergrund singen und Britney's Stimme, die leise und sacht die Geschichte erzählt, wie sie den Mann kennenlernt, nach dem sie so lange gesucht hat. Dabei finde ich die Strophen wirklich sehr stark, hier hört man richtig auf die Geschichte und ist total fasziniert, weil es doch sehr anders klingt als alles, was man von der Princess of Pop bis dato gewohnt ist. Der Refrain ist dabei auch nicht schlecht allerdings passt der Satz "Here's my invitation, baby" nicht ganz so sehr auf den Takt, weshalb manche Teile des Satzes schneller, andere langsamer gesprochen werden. Hier hätte man sich vielleicht etwas mehr Zeit beim Songwriting nehmen können. Aber auch daran gewöhnt man sich. Guter, verträumter Einstieg, der Lust auf mehr macht.

Jetzt kommt es eventuell zu einer Ungereimtheit, denn manche, die sich das Album beispielsweise gedownloadet haben, werden sich jetzt denken, warum ich als nächstes "Do You Wanna Come Over?" höre, sie jedoch mit "Make Me..." weiter machen. Es gibt da einen Unterschied bei den Formaten: Wer sich die CD geholt hat, kriegt erst "Do You Wanna Come Over?" und dann "Make Me...". Alle anderen (Downloader, Streamer,...) hören zunächst "Make Me" und erst an siebter Stelle "Do You Wanna Come Over?". Warum, weiß man nicht, aber so ist es nun mal :D

02. "Do You Wanna Come Over?"
Den Song kannte ich schon, da er als Promotion-Single schon vor Album-Release veröffentlicht wurde. Insgesamt etwas aggressiver, zeigt Britney, dass sie immer noch in Clubs und Diskotheken gespielt werden könnte. Ich genieße besonders den Refrain mit der männlichen Stimme, die einzelne Sätze ruft. Hier kann ich mir eine perfekt durchchoreographierte Bühnenperformance vorstellen, wie man sie von Britney eben kennt. Tolles Stück, dass definitiv zu meinen Lieblingen zählt!

03. "Make Me..." (Feat. G-Eazy)
Es folgt die allseits bekannte Single. Mir hat es "Make Me..." wirklich angetan. Ich war mir vorher nicht sicher, ob ich mir das neue Britney Spears-Album sofort zulegen werde. Schon "Britney Jean" habe ich mir erst dann zugelegt, als es überhaupt nicht mehr aktuell war, einfach weil ich nicht gespannt war auf das Werk. "Work B****" war zwar super, aber schon die zweite Single "Perfume" enttäuschte mich. Anders bei "Make Me...". Den Song habe ich gehört und war MEGA begeistert. Ich finde es super, dass Britney nicht mehr auf 0815-Dance-Pop setzt, sondern sich mal was traut und diese RnB-Midtempo-Nummer raushaut, die sich von allem abhebt, was man zur Zeit so hört. Schon die Strophen sind mega, wenn dann aber der Refrain kommt, will man sich einfach nur bewegen und mitgehen. Perfekt gemacht, Britney! Jetzt müssen dieses Potenzial nur noch die Radiostationen mitbekommen und schon bist du ganz oben in den Charts ;-)



04. "Private Show"
Nun zu einem Song, der ebenfalls schon bekannt sein dürfte. Wer das Album digital vorbestellt hatte, erhielt diesen nämlich als zweiten Istant-Track sofort nach Bestellung. Ich bin ja von der mit Autotune bearbeiteten Stimme nicht wirklich begeistert, trotzdem lässt mich der Song irgendwie nicht los. Ja, er ist total bearbeitet. Und ja, live wird sie ihn nie so singen können. Aber das ist bei Britney Spears ja nicht wirklich das Problem, oder? Wir alle wissen, dass sie nicht die größte Stimme hat, dafür aber eine sehr besondere. Dieses nasale Ziehen ist einfach ihr Markenzeichen. Dabei hat "Private Show" auch einen sehr eingängigen Refrain und wirkt mit seiner burlesquen Art wirklich sehr sexy! Was heißt das also? "Private Show" mag zwar nicht mein Lieblingstrack sein, dennoch werde ich ihn mir immer wieder anhören und ihn nicht überspringen. Denn faszinieren tut er trotzdem. 

05. "Man on the Moon"
Hallo Autotune Part 2! Diesmal aber überwiegend am Anfang und auch nur, weil es den Eindruck erwecken soll, Britney sendet ein Signal an den Mond. Uhhhh, der Track geht in eine sehr poppige Richtung und hat einen sehr radiotauglichen Refrain, der einen gleich mitsummen lässt. Insgesamt ist das eine bekannte Britney, die man so schon auf "Circus", "Femme Fatale" oder "Britney Jean" hören konnte. Wenn ich mich nicht täusche, spricht sie hier ein paar Passagen auf Französisch. Das bringt nochmal etwas Neues ins Spiel. "Man on the Moon" ist wirklich bis jetzt einer meiner Lieblinge. Wobei ich bis jetzt von jedem Song eigentlich recht begeistert war. Aber dieser hier hat es mir besonders angetan. Perfekter Sound für die kommende Sommerpause und ein heißes Wochenende ;-)

06. "Just Luv Me"
Dieser Track erinnert mich jetzt TOTAL an die "Blackout"-Zeiten, besonders an den Song "Gimme More". Sehr dunkel, wieder eher Midtempo, aber trotzdem so, dass man noch dazu tanzen kann. Dabei zieht sich über den ganzen Song dieser arabische, balkanische oder zumindest exotische Rhythmus, der mir persönlich ja total gefällt. Allerdings hört man diesen Rhythmus wirklich nur ganz dezent, lediglich im Refrain kommt er etwas mehr zum Vorschein. Wenn ich ihn mit anderen Songs auf dem Album vergleichen müsste, dann wäre "Make Me..." wohl der passendste Track, wobei dieser noch mehr auf die Charts produziert wurde. "Just Luv Me" hat diesen Anspruch nicht, sondern will eine bestimmte Stimmung vermitteln. Gefällt mir sehr, sehr gut. Etwas grungy, sehr sexy und total interessant. Wird das schon jetzt das beste Britney Spears-Album seit "Circus"? Sieht so aus.

07. "Clumsy"
AHHHHHH, mein Favorit unter den Promo-Songs! "Clumsy" wurde als 2. Promotion-Single veröffentlicht und ist wahrscheinlicher DER Dance-Hit der Platte. Der Refrain besteht nur aus geilen Dance-Beats, davor macht Britney aber ein mega süßes "Uhhh", was dem Song irgendwie was einzigartiges verleiht. "Call me a fool, call me insane... but don't call it a thing" - diesen Satz werde ich demnächst wohl nicht so leicht aus meinem Kopf bekommen. Wer hier nicht tanzt, ist einfach selber Schuld. BITTE BITTE BITTE als nächste Single, mit einem mega geilen Video und ganz viel Promo! Der hier könnte zum Hit werden - GANZ GANZ sicher.

08. "Slumber Party"
Kennt ihr diese E-Pianos, die voreingestellte Sounds haben, die dann immer so mitlaufen wenn dann jemand darauf spielt? Da gibt es doch dann auch immer so einen Karibik-Sound und den höre ich in der 1. Strophe heraus. Mega lustig! Doch das soll nichts negatives heißen! Im Gegenteil: "Slumber Party" ist in den Strophen etwas ruhiger, findet dann aber seinen Höhepunkt im Refrain, der wieder sehr zum Mitsingen einlädt. Dabei ist Britney's Stimme auch überhaupt nicht hochgepitcht, sondern einfach so, wie sie wahrscheinlich auch singt. Eher tief und sehr reif und überhaupt nicht mehr nasal wie auf "Private Show". Auch diesen Song könnte ich mir als Single vorstellen. Ich bin wirklich begeistert!

09. "Just Like Me"
Jetzt kommt wieder etwas Neues: Anfangs nur von Gitarre begleitet, singt Britney über ihren Ex, dessen neue Freundin genauso aussieht wie Britney! Unfassbar, wer glaubt sie nur, wer sie ist? :D Der Song wird dann wieder etwas Pop-lastiger und im Refrain wieder etwas langsamer. Zwischendurch hört man immer wieder die Gitarren raus und eingängige Schnipps-Geräusche. Ich kann den Sound ganz schwer beschreiben... ich versuch's mal in einem Bild: Ich muss die ganze Zeit an Wüste, Meer, Oasen und so denken. Weshalb es einleuchtend ist, warum Britney das Cover in Beige-Farben gehalten hat. Dieser Ton passt sehr gut zum Sound und zur Stimmung der Songs. Hilft das was? :D

10. "Love Me Down"
Schon wieder so ein Rhythmus, diesmal erinnert er mich an die karibischen Klänge, die man von Stars wie Rihanna kennt. Dabei rappt Britney in den Strophen fast und der Sound wird wieder etwas aggressiver, schon wieder muss ich an "Blackout" denken. "My baby don't love me down" ist im Prinzip der Refrain und so wie ihn Britney singt, könnte das auch zum nächsten Hit werden. Und schon wieder sitze ich auf meinem Stuhl und tanze hin und her :D Oh, wie freue ich mich das Album am Strand zu hören, denn genau in einer solchen Umgebung sollte man das Album hören, Sonne, Strand, Meer und ganz viel Sand... passend zum Wüsten-Bild, welches ich euch oben beschrieben habe :D

11. "Hard to Forget Ya"
Die Melodie kommt einen irgendwie bekannt vor. Die Strophen haben so einen Sound, bei dem man direkt mitsummen muss, ähnlich wie bei "Man on the Moon" vorhin". Dabei setzt sich der Refrain dann wieder total von den Strophen ab und ist dann eher elektronisch. Britney singt hier dann auch nicht wirklich, sondern spricht den Titel mehrmals aus, darunter dann wieder ein tanzbarer Beat. Immer mal wieder hört man dann E-Gitarren, was dem Song wieder etwas sehr interessantes gibt. "Hard to Forget Ya" ist vielleicht nicht die stärkste Nummer, macht aber definitiv Spaß und zeigt mal wieder eine neue Seite der Sängerin. Sehr vielversprechend.

12. "What You Need"
Wieder einer dieser Sounds, der perfekt in den Film "Burlesque" mit Christina Aguilera passen würde. Fingerschnippsen, Schlagzeuge im Hintergrund, hier und da wird mitgeklatscht und Britney singt darüber hinweg. Es wirkt so, als ob sie improvisieren würde und einfach drauf los singen würde. MEGA toll. Dieser Song hebt sich vom Rest deshalb ab, weil es wirkt, als ob Live-Instrumente ihn eingespielt - auch wenn es wahrscheinlich der Computer gemacht hat. Der Track könnte aber bestimmt mit einer Band eingeübt und performt werden. Der Refrain sind einfach so ansteckend und Britney's Sing-Parts sind einfach mega passend. Dabei arbeitet sie auch mit einem Backing-Chor im Hintergrund, der diesen Live-Charakter unterstreicht. Toller Abschlusstrack für die Standard-Edition.

Ab jetzt folgen die Tracks der Deluxe Edition. All jene, die sich also diese zugelegt haben - weiter geht's!

13. "Better"
Das Fingerschnippsen vom letzten Song wurden gleich dabehalten, dazu kommt wieder dieser exotische Beat und einige Halleffekte - schon hat man die Sounds, die man gerade auf der LP gehört hat, zusammengefasst und präsentiert uns einen starken Song mit dem Namen "Better". So nach dem Motto: Ich bin besser als alles vorher gehörte, weil ich einfach alles in mir vereine, was ihr bis jetzt gehört habt. Die Produktion könnte auch Diplo und Skrillex gemacht haben. Jeder, der das hier nicht hört, hat wirklich was verpasst. Solche Songs wünsche ich mir, wenn man eine Deluxe Edition rausbringt: Mindestens genauso gute Songs wie auf der LP, damit sich die paar Euros mehr auch wirklich lohnen. Das bietet mir Britney bereits mit diesem Song. WUHU <3

14. "Change Your Mind (No Seas Cortés)
Gitarre, leise Klaviersounds und Fingerschnippsen. Das alles wirkt jetzt schon sehr Spanisch :D Und natürlich wird es im Refrain wieder tanzbar, wir hören schließlich ein Britney Spears-Album. Ich sitze hier wirklich total gerne... für mich könnte das Album auch noch fünf Stunden weiter gehen. Britney hört sich so gut an wie schon lange nicht mehr und dazu trägt auch dieser Song bei! Tanzbar, authentisch, anders als alles bisherige und trotzdem Mainstream. Die spanischen Parts sind ein interessanter Einfluss und verleihen dem Song etwas sommerhaftes. Schon wieder dieses Bild von Oasen mitten in der Wüste. Daran sieht man, dass es überhaupt nicht zusammengewürfelt wirkt, sondern das Album als Einheit funktioniert. Sehr stringent und wie aus einem Guss.

15. "Liar"
Es wird wieder poppiger und etwas mehr Großraumdisco - doch das stört nicht. "Liar" ist ein Track, den ich mir auch gut auf "Circus" oder "Femme Fatale" hätte vorstellen können. Dabei begleitet ihn wieder dieser Balkan-Sound, zumindest höre ich das auf. Könnte jetzt auch in Rumänien bei Dance-Produzenten entstanden sein (so wie die Songs von INNA oder Alexandra Stan). Ich steh da total drauf, außerdem hört man gleichzeitig ganz klar heraus, dass es Britney ist und kein anderer Star. Bis jetzt ist das die beste Deluxe Edition seit die von Rihanna und ihrem Album "ANTI". Respekt! Dabei ist "Liar" bis jetzt sogar mein Favorit... glaube ich zumindest :D

16. "If I'm Dancing"
Es bleibt im Dance-Genre, dies hatte ja auf dem Standard-Album etwas gefehlt (außer "Clumsy" und "Do You Wanna Come Over?" war da jetzt nix Dance-mäßiges dabei). Hier gefällt mir besonders die Instrumentalisierung, fast schon egal was Britney da singt :D Und auch hier hat man wieder den Eindruck als ob man den Song irgendwo her kennen würde. Entweder ein Zeichen, dass man ein Sample eingebaut hat (darüber konnte ich aber nichts finden) oder die Songs sind einfach so gut, dass man sofort im Gefühl hat, dass man sie kennt. Wie auch immer, mir gefällt's und ich steh auf den Beat. 

17. "Coupure Électrique"
OH, nach Spanisch kommt jetzt Französisch, doch nicht nur einzelne Teile werden in der Sprache performt, der ganze Song ist auf Französisch. WOW, damit hätte man nun gar nicht gerechnet. Ich bin der Sprache leider nicht mächtig, weshalb ich jetzt nicht beurteilen kann, wie gut es ist. Aber der Sound ist sehr interessant: Insgesamt sehr leise, schwere Beats und nur einzeln hohe Töne, die im Hintergrund gespielt werden. "Coupure Électrique" ist wohl das Experiment des Albums, dabei präsentiert uns Britney ja schon eine komplett andere Seite ihres Sounds. Sehr, sehr geil und sehr, sehr interessant. Gerne mehr und der PERFEKTE Abschluss für ein ganz großartiges Album!


Abschließender Eindruck:
Knapp 60 Minuten später sitze ich hier und kann gar nicht fassen, wie schnell eine Stunde vorbei geht. Ich bin wirklich fasziniert und habe jede einzelne Minute genossen. Britney präsentiert auf "Glory" einen neuen Sound, neue Klänge und ganz viel Experimente. Vom sexy RnB-Track bis zum Charts-Dance-Song für die Masse, vom grungigen Track bis hin zum Live-Song über spanische Klänge und französische Hits. Wenn das mal keine veränderte Britney ist. Man merkt, dass sich die Sängerin Zeit genommen und an ihrem Sound gearbeitet hat. Während man noch auf "Britney Jean" 0815-Songs hörte, die auch jeder andere Star hätte singen können, scheint Britney auf "Glory" das Ruder in die Hand genommen zu haben. Die gesamten 17 Tracks sind ausdrucksstark, reif, frisch und bieten einen Sound, den man so in den Charts noch nicht hat. Klar, sie verarbeitet coole, zeitgemäße Einflüsse, übernimmt diese aber nicht nur, sondern macht was neues draus, etwas, was nur sie kann. Wenn ich Höhepunkte nennen müssten, wüsste ich wirklich nicht, welche. Die gesamte LP ist so stark, ich würde sie fast als bestes Britney Spears-Album bezeichnen. Wirklich. Deshalb ist sie auch für alle Pop-Fans ein absolutes Muss. Glaubt mir, ihr werdet es nicht bereuen!

Und eins kann ich jetzt schon sagen: Auf meinem Urlaub, der ab morgen beginnt, wird diese Platte nicht nur einmal gehört. Da könnt ihr euch sicher sein ;-)

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Montag, 22. August 2016

Album-Rezension: Elif - "Unter meiner Haut"

Manchmal passiert es, dass man eine Künstlerin total verfolgt, sich ihre Singles anhört und sie mega unterstützt, doch dabei das wichtigste vergisst: Das eigentliche Album zu kaufen. So passiert bei Elif. Als sie im Jahr 2013 ihre Debüt-Single "Unter meiner Haut" präsentierte war ich total der Fan und verfasste gleich mal eine Single-Rezension zu dem Werk. Ich merkte das Talent sofort und war gespannt, was da noch so kommen mag. Mit "200 Tage Sommer", der 2. Single, konnte ich mich auch total anfreunden und zählte ihn sogar zu den Sommer-Tracks 2013. Anschließend veröffentlichte Elif dann ihre LP "Unter meiner Haut" und startete verschiedene Promo-Dinge. Sie veröffentlichte auf YouTube Akustik-Versionen der Singles als auch der Songs "Regenstadt", "Ich bin da" und "Feuer" und iTunes bot ihren Song "Baba" zum kostenlosen Download an. Ich hatte das Gefühl ich würde das Album bereits kennen, weshalb ich mich wohl nicht weiter damit befasste.


In den Folgejahren passierte dann alles Schlag auf Schlag: "Unter meiner Haut" wurde vom DJ-Duo Gestört aber GeiL. geremixt, erreichte mit der Version die Top10 der deutschen Single-Charts und erhielt Gold für den Song. Doch auch Elif machte weiter: Sie veröffentlichte ein Cover des Karrusel-Evergreens "Als ich fortging" und erhielt durchweg positive Resonanz. Seit dem arbeitet sie an ihrem 2. Album und scheint damit so gut wie fertig zu sein. Für den Herbst 2016 kündigte sie deshalb ihre nächste Tour "Auf halber Strecke" an - benannt nach einem Song, den sie gerade erst geschrieben hat und dessen Titel wohl perfekt zu dem Stand ihrer Album-Produktion passt. Ich war begeistert und schrieb auch zu "Als ich fortging" einen eigenen Beitrag. Und genau weil ich eben immer so begeistert und fasziniert bin, habe ich mir natürlich mit Freunden Karten für ein Konzert in der Nähe besorgt. Und da fiel mir auf: Ich kenne ja gar nicht alle Songs?! Sofort wurde das Album bestellt und nun höre ich es mir seit fast über einer Woche an... und komme aus dem Schwärmen gar nicht raus!


Wie gesagt: Ich kannte schon eine Vielzahl an songs. "Unter meiner Haut", "200 Tage Sommer" und "Nichts tut für immer weh" waren für mich grandiose Singles, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Mal emotional, manchmal mit Humor und dabei immer ehrlich präsentiert uns Elif gut geschriebene, deutsche Pop-Musik, die voller Persönlichkeit steckt und bis ins Innere der Sängerin blicken lässt. Außerdem bekannt waren Songs wie "Regenstadt", "Ich bin da" und "Baba" aufgrund ihrer Akustik-Versionen auf YouTube. Hier begeisterte mich Elif aufgrund der großartigen Texte und der tiefen Emotionen, die sie dabei freisetzt (besonders bei "Ich bin da" und "Baba" bekomme ich jedes Mal Gänsehaut).

Als ich dann die anderen Titel der Platte hörte, konnte ich gar nicht fassen, dass ich mir nicht sofort die LP besorgt hatte. Denn ich hatte wirklich was verpasst. Besonders die Songs "Der Anzug", "Zirkus", "Ewig" und "Feuer" möchte ich hier hervorheben. Diese sind so anders wie die Singles oder alle anderen bis dato gehörten Songs und trotzdem nicht weniger gut.  "Der Anzug" hat etwas sehr aggressives, was mir total gefällt während "Zirkus" diese Bitterkeit hat, die in manchen Situation einfach genau richtig ist. "Ewig" ist dagegen einfach so eine wunderbar melancholische Nummer, die ich mir immer und immer wieder anhören könnte. "Feuer" dagegen hat was hoffnungsvolles und ich muss immer wieder an eine ganz besondere Freundin denken, die ebenfalls zum Konzert mitkommen wird. Das wird bestimmt ein ganz besonderer Moment beim Konzert werden.


Ebenfalls sehr schön sind die Songs "Baba" und "Danke", geschrieben für Elif's Eltern. Hier stehen mir wirklich die Tränen in den Augen und ich bin einfach nur berührt von der Ehrlichkeit und den passenden Worten, die Elif gefunden hat um die Geschichten zu erzählen. Besonders "Baba" erzählt diese wunderschön traurige und dennoch hoffnungsvolle Geschichte und nimmt einen einfach wirklich mit. Bei "Danke" dagegen hört man auch wirklich raus, wie dankbar Elif wirklich ist und wie viel ihr ihre Mutter bedeutet. Schön anzuhören und schön zum mitempfinden - das Gleiche könnte ich nämlich meiner Mutter auch sagen.

Ihr merkt: Ich bin wirklich total begeistert und wirklich froh, dass Elif jetzt bald auf Tour geht. So kann ich die neu entdeckten Lieder gleich live anhören und habe die Gelegenheit erhalten endlich mal ins Album reinzuhören. "Unter meiner Haut" als Titel passt wie die Faust aufs Auge, denn die Songs gehen wirklich unter die Haut. Selbst bei Songs wie "Ein Wort", "Du" oder "Du kannst mir nichts", die eigentlich nicht sofort reingehen, hört man hin, weil sie die Geschichte einfach wunderbar weiter erzählen. Gänsehaut, ich wiederholemich. Ich freue mich daher sehr auf das nächste Werk und weiß jetzt schon, dass mit die LP sowohl in meinem diesjährigen Urlaub als auch im Herbst begleiten wird. Denn vom sommerlichen Strandsound bis zum herbstlich-nachdenklichen Track gibt es auf dem Album alles, was das Bloggerherz begehrt - und noch viel mehr!


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Meine Top11-Sommeralben

Eigentlich wollte ich ja einen ganzen Beitrag mit endlosen Alben veröffentlichen, die ich im Sommer bzw. im Urlaub so höre. Doch ich schrieb den Artikel und musste mir selber eingestehen: Es ist sterbenslangweilig. Für mich, weil ich es schreiben muss und für euch, weil sich kein Mensch 20 Alben herunterlädt, nur weil sie von einem kleinen Blog als DIE Sommeralben schlechthin präsentiert werden. Und weil ich natürlich nichts langweiliges posten wollte, habe ich mir was anderes überlegt. Ich präsentiere euch hier meine Top11 der Sommeralben (elf, weil ich halt so will :D) überhaupt und am Ende gibt es noch einmal eine Zusammenfassung der aktuellen Alben, die es ebenfalls auf meinen MP3-Player für den Urlaub geschafft haben. Deal, oder? Na dann, los geht's!


11. Medina - "Forever 2.0"
Natürlich darf im Urlaub eine ordentliche Portion Party-Mukke nicht fehlen. Dafür sorgt bei mir normalerweise das 2. Studioalbum der dänischen Sängerin Medina. Diese ist ja seit "You & I" ein etablierter Act in Dänemark, wo sie ihre Songs weitgehend in ihrer Muttersprache präsentiert. Und auch in Europa schaffte sie es in die Charts. Dabei hänge ich besonders am 2. Studioalbum "Forever". Auf der LP bietet sie Großraum-Dance-Pop wie schon auf ihrem Debüt, packt aber eine ordentliche Portion Emotion oben drauf. Weshalb es für mich die perfekte Mischung aus Dance und emotionalen Lyrics darstellt. Und auch die perfekte Platte ist, wenn man sich zum Weggehen vorbereitet ;-)

10. Lena - "Stardust"
Wer hätte es gedacht, aber auch Lena schafft es in meine Top10 der Sommeralben. So vielseitig sind wahrscheinlich nur wenige deutsche Künstler. Kein Album ist wie das andere und "Stardust" ist für mich das absolute Sommer-Urlaubs-Ding. Leichtfüßig, fröhlich, frei und sehr kreativ präsentiert uns die ESC-Gewinnerin 2010 zwölf Stücke, die authentischer und herausragender nicht sein könnten! Dabei hört man jedes Instrument heraus und spürt das Herzblut dahinter. "Mr. Arrow Key", "ASAP", "Better News" oder "Stardust" sind dabei die Sommer-Hymnen, die am Strand, aber auch auf einer Autofahrt in dem Urlaubsland für glänzende Stimmung sorgen. Wer es mal emotionaler mag, der darf gerne zu "Day to Stay" oder "Goosebumps" wechseln - abends am Strand, während man die letzten Sonnenstrahlen genießt wird es nichts schöneres geben. VERSPROCHEN!


09. Leona Lewis - "I Am"
Erst letztes Jahr entdeckt und trotzdem schon in der Liste: Leona Lewis kehrte 2015 mit ihrem Album "I Am" zurück und das, nachdem sie mit Simon Cowell, seiner Plattenfirma Syco und ihrem alten Management gebrochen hatte. Ich war gespannt und wurde nicht enttäuscht: Auf Kreta (meinem letzten Urlaubsort) konnte ich (Spotify sei Dank!) in das Album reinhören und war begeistert. Ich kann mich, als wäre es gestern gewesen, noch genau an die Szenerie erinnern: Wir gingen Mittags immer ins Hotel zum Mittagessen und um ein wenig Schlaf nachzuholen und machten uns um circa 16:00 Uhr wieder auf dem Weg zum Strand. Nachdem wir kurz ins Wasser sprangen, schaltete ich die App ein, hörte mir die LP an und war in eine andere Welt versetzt. Leona nimmt einen wirklich auf eine Reise durch ihre Welt mit und trägt ihre Geschichten so bildhaft, so erzählend vor, dass man einfach versinken muss. Mit den Wellen im Hintergrund und einem großartigen Sonnenuntergang hörte ich das Werk von vorne bis hinten und war geflasht. Wenn das mal nicht nach Sommeralbum schreit. Dabei ist "I Am" nichts zum Party machen, sondern eher zum nachdenken und reflektieren. Aber sollte Urlaub nicht auch dafür da sein?

08. Selena Gomez - "Stars Dance"/"Revival"
Es wird wieder Party gemacht! Diesmal mit Selena Gomez, die ja solo so richtig durchstartet. Schon 2013 war "Come & Get It" nicht aus den Charts zu denken und auch das Album "Stars Dance" stand dem in nichts nach. Tanzbar, fröhlich, vielseitig und frisch, zeigte Selena, dass sie eben nicht nur die Freundin eines Superstars ist, der mal was bei Disney gemacht hat. Und die Entwicklung lässt nicht nach: Auch 2015 und 2016 begeisterte sie die Welt mit Mega-Hits. "Good for You", "Same Old Love" und "Hands to Myself" werden rauf und runter gespielt und Selena ist so erfolgreich wie nie. "Revival" ist dabei etwas nachdenklicher, zeigt aber dadurch auch emotionalere Facetten. Beide Alben sind deshalb unverzichtbar für den Sommer, besonders wegen ihrer starken Album-Tracks. Wer nämlich "Birthday", "Like a Champion", "B.E.A.T." oder "Write Your Name" aus "Stars Dance" und "Sober", "Body Heat" und "Rise" aus "Revival" nämlich nicht kennt, der hat gehörig was verpasst. Ganz ehrlich.

07. Demi Lovato - "Unbroken"
Natürlich darf auch meine Demi nicht in dieser Zusammenstellung fehlen :D Diese konnte mich mit "Unbroken" erst so richtig begeistern (davor schaffte sie das nur mit dem Titel "Don't Forget"), schließlich passiert auf dem Album so viel, dass man total ins Schwanken kommt und einfach nur baff da steht, hat man sich alle Tracks angehört. Denn die LP bietet sowohl heiße Tracks mit Gastmusikern wie Jason Derulo, Missy Elliott oder Dev als auch Emotionalität gepaart mit RnB-Sounds und akustischen Klängen. Lieblingssongs sind "Together", "Fix a Heart", "Skyscraper", "Give Your Heart a Break" und die emotionalen Balladen "My Love is Like a Star" und "For the Love of a Daughter". Traumhaft. Und in jeder Gefühlslage anhörbar. So muss es sein.

06. Namika - "Nador"
Ganz neu ist auch diese Platte: Namika schaffte im letzten Jahr ein kleines Wunder, wurde ihre Debüt-Single "Lieblingsmensch" doch rauf und runter im Radio gespielt und Namika startete daraufhin so richtig durch. Auf ihrem Album erzählt sie Geschichten von fernen Ländern und schafft dabei eine ganz einzigartige Stimmung, die ich gar nicht wirklich erklären kann. Auf jeden Fall passt sie damit perfekt in meinen Sommer. Neben diesen fernen Klängen zeigt sie aber auch unterschiedliche Stimmfacetten. So singt und rappt sie mal hier, mal da oder kombiniert alles und fährt dann richtig auf. Für mich, der früher mit seinen Eltern immer in ihr Heimatland zurückgekehrt ist und dort Urlaub machte, kommt da ein Stück Vergangenheit zurück. Und dieses Gefühl ist einmalig. Wer außerdem den Track "NA-MI-KA" nicht kennt hat wirklich was verpasst - RAP auf höchstem Niveau!


05. Elaiza - "Gallery"/"Restless"
Wenn eine Band den Frühling bzw. Sommer symbolisiert, dann sind es wohl Elaiza. 2014 begeisterten sie mit ihrer Single "Is It Right" und schafften einen Wahnsinns-Radiohit. Ihr Album "Gallery" stieg dabei auf Platz 24 ein und Elaiza tourten mit der LP durch Deutschland. Das Album umfasst viele balkanische Sounds gepaart mit radiofreundlichem Sound und einer ordentlichen Portion Spaß! Songs wie "I Don't Love You", "Green", "Lemonade" oder "Cinderella" sprühen einfach nur so vor Lebensfreude und Positivität und zeigen besonders Ela's außergewöhnliche Stimmfarbe. Doch auch für ruhigere Sommerstunden ist gesorgt: "Goodbye",  "Thank You", "Without" und "Invisible Line" geben mir jedes Mal Gänsehaut und  können besonders Abends, bei schönem Lagerfeuer überzeugen. Diesen Sommersound setzen Elaiza auf ihrem 2. Werk fort, auch wenn es hier etwas elektronischer und moderner wird. "Hurricane", "Shooting Star", "Sommer Somewhere" und "Restless" sind da die besten Beispiele für diesen moderneren Sound! Wer also so richtig Bock auf Balkan-Sommer hat (wie passend, dass es für mich nach Bulgarien geht), der ist hier genau richtig (:

04. Kelly Clarkson - "Stronger"
Ein Album, was in Deutschland, zumindest glaube ich das, gar nicht so die Anerkennung erhalten hat, die es verdient. In den USA gewann sie allerdings einen Grammy mit dieser Platte. Und das völlig berechtigt: Kellys Stimme ist so klar, so fest und so professionell, dass man ihr einfach nur total gerne zuhört. Dabei präsentiert sie ihren Pop-Rock auf höchstem Niveau, weshalb es auch mein Lieblingsalbum von ihr ist (sogar noch vor "Breakaway"). Mir gefällt ja so Pop-Rock zwischendurch auch mal ganz gut, weshalb ich P!nk ja auch so mag, und ich finde, dass diese Richtung auch im Sommer mal sein darf. Besonders der Titeltrack sollte mal gehört worden sein. Einfach nur bombastisch!

03. Ariana Grande - "My Everything"
Dieses Album erinnert mich an meinen Urlaub vor zwei Jahren. Den habe ich in der Türkei verbracht und zu dieser Zeit kam "My Everything" gerade raus. In der Nacht zuvor lud ich mir das Werk runter und hörte ihn mir beim Abflug an. Sofort war ich den Singles "Problem" und "Break Free" als auch den (damaligen) Album-Tracks "One Last Time" und "Why Try" verfallen. Denn gerade diese passen zu einer langen Autofahrt it offenem Dach und strahlendem Sonnenschein. Doch auch das restliche Album passt zu warmen Sommernächten im Auto, denn es sind sexy RnB-Vibes und radiotaugliche Ohrwürmer auf der LP vertreten. Für alle Pop-Fans ein absolutes Muss, genauso wie ihr Debüt "Yours Truly" oder ihre aktuelle Platte "Dangerous Woman" - die gehören quasi zum Standard-Inventar auf meinem MP3-Player. Besonders die 2. Singleauskopplung "Into You" hat es mir angetan - hier in einer mega schönen Acapella-Version. Enjoy it!



02. Rihanna - "Loud"
Wer dieses Album nicht kennt, hat die letzten Jahre unter einem großen Stein gelebt. So groß, dass er gar nicht auf diese Erde passt. Rihanna gehört einfach zu den Stars, die in 50 Jahren eine Legende sein werden. Ach was, sie ist das ja jetzt schon! Ihr wohl sommerlichstes Album ist "Loud" mit Hits wie "Only Girl (In the World)", "What's My Name", "California King Bed" und "Man Down". Wer da nicht in Urlaubsstimmung kommt, der ist einfach selber schuld. Doch auch die Albumtracks sind nicht zu unterschätzen: "Conflicted", "Skin" (mal was ganz anderes) oder "Raining Men" sind mega gute Songs, die durch ihre Qualität überzeugen. Egal wann, dieses Album kann immer gespielt werden... am Strand, an der Bar, während des Fertigmachens, während der Party oder am Lagerfeuer. "Loud" rockt einfach alles!


01. Cheryl - "A Million Lights"/"Only Human"
Wer meinen Blog schon länger verfolgt, der weiß, dass mein ALL TIME SUMMER ALBUM dieses hier ist: "A Million Lights" von Cheryl. Diese ist hier eigentlich nur mit dem Song "Fight for This Love" bekannt, sonst kennt man in Deutschland nichts von ihr. Doch die UK-Sängerin hat noch viel mehr zu bieten. Nach ihrem Debüt mit oben genannter Single veröffentlichte Cheryl zwei weitere Alben, u. a. ihr 3. Studioalbum "A Million Lights", welches voll gepackt ist mit potenziellen Hits! "Call My Name", "Sexy Den a Mutha", "Love Killer" und "Girl in the Mirror" sind allesamt Mega-Dance-Hits, die runter gehen wie Öl. Zusätzlich gibt es aber auch sehr außergewöhnliche Tracks, die mal was ganz anderes darstellen: "Craziest Things" mit will.i.am ist alles, nur nicht Mainstream und zeigt, wie vielseitig Cheryl ist. "Ghetto Baby" vereint dagegen ihr tänzerisches Talent mit ihrem popigen Sound, dagegen zeigt "All Is Fair", dass sie nicht nur Dance kann. Ich bin jedes Mal aufs Neue begeistert und LIEBE jeden einzelnen Track der Deluxe Edition.
Nicht ganz so gut, aber deshalb nicht schlecht ist der Nachfolger "Only Human". Hier wird Cheryl etwas langsamer, nimmt die Geschwindigkeit aus vielen Tracks, wird aber auch emotionaler und reifer. Wer trotzdem Party möchte der hört sich einfach "It's About Time", "Crazy Stupid Love", "I Don't Care", "Stars" oder "All In One Night". Reifer dagegen sind Songs wie "Lightning", der Titeltrack "Only Human", "Goodbye Means Hello" oder "Coming Up for Air". Die machen das Album zu einem würdigen Nachfolger und zu einem passenden Sommeralbum.


Das waren sie - die elf Alben, die schon seit einiger Zeit Standard-Inventar auf meinem MP3-Player sind, zumindest wenn ich in den wohl verdienten Urlaub fahre. Sonst variiere ich natürlich immer wieder, aber größtenteils sind diese Alben wirklich immer drauf - besonders im Frühling bzw. Sommer. Doch natürlich sind nicht nur diese Alben auf meiner Player, sondern ganz viele andere, die aktueller nicht sein könnten - welche genau, um das soll es jetzt gehen. Kurz und schmerzhaft.

Auf gar keinen Fall fehlen darf "Nine Track Mind" von Charlie Puth. Der Song "We Don't Talk Anymore" geht einfach nicht mehr raus und gehört zu meinen Lieblingssongs im Moment <3 Ebenso wie "Make Me..." von Britney Spears, weshalb ihr neues Album "Glory" auch runtergeladen wird - vorbestellt ist es schon.  Dabei gefallen mir wirklich alle Tracks, die ich bisher gehört habe. "Clumsy", "Private Show", "Do You Wanna Come Over?" - alles MEGA-Songs, oder? Übrigens wird es eine Live-Album-Rezi geben - stay tuned! Genauso wie zu "Isn't it Strange?" von Lauren Aquilina. Wie sehr ich nach diesem Album lechze. "Kicks", "How Would You Like It?" und "Ocean" sind schon so genial, da kann die LP nur gut werden. Auch der Disney-Star Martina Stoessel darf mit "TINI" nicht fehlen, schließlich herrschen auf ihrem Debüt Großraumdisko-Sounds gepaart mit spanischen Klängen. Spanisch im Urlaub geht immer, oder? Apropos Großraumdiskos, dazu passt auch der Sound von Troye Sivan, der mich ja v. a. im Mai/Juni mit "Blue Neighbourhood" begeistert hat und es immer noch tut. Wer weiß, vielleicht erlebt er ein Revival im Sommer (wenn nicht gibt es da ja noch Selena Gomez).  Oh, für deutschsprachige Musik ist natürlich auch gesorgt: Mark Forster und sein "TAPE" als auch Glasperlenspiel mit ihren beiden Alben "Grenzenlos" und "Tag X" sind ebenso eingepackt wie Ella Endlich mit ihrem Schlager-Album "Träume auf Asphalt". Ganz neu, aber schon seit Monaten im Standardinventar, doch wieder hochaktuell, weil ich sie auf Tour gesehen habe, ist "Muttersprache" von Sarah Connor. Die Sängerin ist live sogar noch viel besser als auf den Studio-Versionen, weshalb ich mir wirklich überlege mir die Live-Version der LP zu besorgen. Irgendjemand Erfahrungen damit gemacht? :D Ihr seht aber, dass für Stoff gesorgt ist. Mal sehen, welche Alben davon wirklich zum Einsatz kommen - I'll keep you posted!


P. S.: Momentan höre ich mir ein ganz spezielles Album an, welches ebenfalls zu meinen Sommeralben 2016 zählt, darüber wird es aber einen eigenen Beitrag geben - seid gespannt (:
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Mittwoch, 17. August 2016

Single-#Update im August/#Summer Playlist 2016

Der August steht voll und ganz im Zeichen des Sommers - zumindest bei mir! Denn ab Ende August befinde ich mich im wohl verdienten Urlaub, was bedeutet, dass ich ab dem 27. August 2016 auch auf meinem Blog in die Sommerpause gehe. Bis dahin ist noch etwas Zeit, trotzdem wollte ich euch meine Playlist schon jetzt präsentieren. Diese dient sowohl als Single-#Update als auch als #Summer-Playlist. Ich habe mir nämlich ein paar Tracks raus gesucht, die mich in diesem Jahr total an den Sommer erinnern und die ich mir im Moment wirklich ständig anhöre. Doch seht selbst.


01. Lauren Aquilina - "Kicks"/"How Would You Like It"
Weniger als Sommersongs gedacht, doch deshalb nicht weniger eingängig sind die Songs von Lauren Aquilina. Diese habe ich euch ja bereits einige Male vorgestellt, doch jetzt folgt am 26. August die Veröffentlichung ihres Debüt-Albums "Isn't it Strange?" und ich bin total gespannt auf das erste vollständige Werk der jungen Britin. Dabei klingt die erste Single des Albums, "Kicks", durchaus nach sommerlichen Brit-Pop, der im Radio laufen könnte. Ganz anders der erste Promo-Song der LP: "How Would You Like It" ist mega emotional und erzählt eine wunderschön-traurige Geschichte. Perfekt für nachdenkliche Stunden bei Sonnenuntergang und leichten Wellen am Meer... hach, das Wasser ruft!



02. Major Lazer feat. Justin Bieber & MO - "Cold Water"
Das hier ist aber jetzt der erste richtige #Summertrack in meiner Playlist. Major Lazer begeisterten im letzten Jahr mit "Lean On" und "Light It Up" als auch mit ihrem Album "Peace is the Mission" und steuern jetzt auf großen Erfolgskurs mit ihrer neuen Single "Cold Water", auf der Justin Bieber seine Stimme leiht. Dabei ist der Track ein Mix aus akustischen Sounds und Club-Beats. Gleichzeitig hat er einen eingängigen Refrain und weiß, wie man das Radio-Ohr verwöhnt. Für entspannte Stunden am Strand oder für die Party am Abend - mit "Cold Water" ist ein heißer Sommer garantiert ;-)

03. Imany - "Don't Be So Shy (Filatov & Karas Remix)"
Auch der nächste Kandidat ist ein wahrer Sommertrack, den ich nicht wirklich vorstellen muss: "Don't Be So Shy" ist ein totaler Radio-Hit, den auch ich durch dieses Medium kennenlernen durfte und in den ich mich sofort verliebte. Chilliger House-Remix trifft auf großartige Stimme und ganz viel gute Laune. Einfach himmlisch! Und nicht das erste Mal, dass ein Remix eines Songs zum Mega-Erfolg wird, nachdem er einige Jahre zuvor gar keine Beachtung fand (ich denke da an den Hit "Are You With Me", den es schon etliche Jahre vor seinem Chart-Erfolg gab).

04. Wincent Weiss - "Musik sein"
Ebenfalls im Radio entdeckt und gerade so richtig im kommen: Der Newcomer Wincent Weiss präsentiert einen an Mark Forster erinnernden Track namens "Musik sein", der davon handelt, dass man in schönen Momenten des Lebens durchaus gerne mal Musik im Hintergrund abspielen könnte - denn dann wäre er noch viel perfekter und emotionaler als er eh schon ist. Kein Track den ich mir bewusst anklicken würde, aber wenn ich ihn höre, immer wieder genieße. Außerdem schön zu sehen, wie Newcomer sich ihren Weg in die Charts bahnen.



05. Twenty One Pilots - "Ride"
Diesen Song habe ich von meinem Freund empfohlen bekommen, dieser hat "Ride" im Radio gehört und war sofort hin und weg. Ich hörte mir die Nummer an und fand sie jetzt okay, aber nicht wirklich mega herausragend. Im Anschluss hatte ich aber den Refrain immer wieder drin und nach drei Mal hören war ich dann auch total begeistert. Wahrscheinlich braucht man einfach ein bis drei Durchgänge, um diesen Song zu feiern. Wie schon der Vorgängersong "Stressed Out" ist "Ride" ein Rap-Song mit Pop- und Raggae-Einflüssen mit einem sehr markanten Refrain - perfekt für gutes Wetter und dadurch auch gute Laune.

06. Shawn Mendes - "Treat You Better"
Schon im Juli vorgestellt und immer noch sehr aktuell: Shawn Mendes bereitet die Veröffentlichung seines 2. Studioalbums "Illuminate" vor und veröffentlicht eine Promo-Single nach der anderen. Ganz nebenbei klettert "Treat You Better" in den weltweiten Charts, besonders in Deutschland erfreut sich der Track großer Beliebtheit. Wer ihn also noch nicht kennt - unbedingt AUSCHECKEN! Übrigens finde ich den ersten Promosong "Ruin" ganz okay, aber nicht wirklich eingängig. Der zweite Song "Three Empty Words" dagegen gefällt mir schon besser. Hat jemand Interesse an einer Album-Review? Wenn ja, lasst es mich wissen, ich selber würde jetzt glaube ich nicht wirklich reinhören. Aber wer weiß, vielleicht verpasse ich was, ähnlich wie bei "Nine Track Mind" von Charlie Puth. Lasst mir also einen Kommentar da ob euch das interessiert, dann merk ich mir das Album für September vor!



07. Hailee Steinfeld with Grey feat. Zedd - "Starving"
Hailee Steinfeld hat mich im letzten Sommer mit ihrer Debüt-Single "Love Myself" überrascht und begleitete mich im Anschluss direkt während meines Sommerurlaubs. Der Track war eingängig, eigen und sehr sommerhaft (und das war mal kein Deutsch :D). Hailee veröffentlichte ihre Debüt-EP "Haiz" und arbeitet fleißig an einem Album. Davon gibt's jetzt die erste Single mit dem Namen "Starving". Dieser ist ein Akustik-Pop-Track mit Elektro-Einflüssen des Star-DJs Zedd und passt mal wieder perfekt in den Sommer. Hailee wird mich also wohl den zweiten Sommer in Folge während des Urlaubs begleiten. Glückwunsch, das schafft nicht jeder :D

08. Alvaro Solar - "Sofia"
Dieser Song ist nur auf der Playlist, weil es Sommer ist :D Alvaro Solar ist durch seinen Hit "El Mismo Sol" bekannt, den er u. a. mit Jennifer Lopez performt hat. Dabei war der Track im Winter der Renner, was total unpassend war, da er jetzt wohl richtig abgehen würde. Aber natürlich hat Alvaro nicht nur einen Sommerhit im Gepäck: Sein Album "Eterno Agosto" besteht nur aus spanischen Sommer-Hits, darunter u. a. die Single "Sofia", die sich nach Sonne, Meer und Strand anhört... gut, dass das alles im Sommer vorkommt :D Hat hier jemand Interesse an einer Review?

09. Silbermond - "Das Leichteste der Welt (Single Mix)"
Silbermond begeistern mich ja seit letztem Jahr komplett mit ihrem neuen Studioalbum "Leichtes Gepäck". Sowohl die gleichnamige Single als auch die LP sind wirklich ganz großes, sehr authentisches Kino und liefen bei mir wirklich rauf und runter. Ich war so begeistert, dass ich im Mai sogar auf Konzertbesuch war und mich nur noch mehr in die Band verliebte. Letzte Woche folgte dann die 3. Singleauskopplung "Das Leichteste der Welt" mit einem wirklich wunderschönen Video und in komplett neuem Gewand. Der Song gehört wirklich zu den emotionalsten der Platte und ich bin wirklich froh, dass er als Single ausgewählt wurde. Emotional, eingängig und sehr authentisch präsentieren Silbermond Radio-Pop als deutsche Liederkunst. Ganz groß!



10. Charlie Puth feat. Selena Gomez - "We Don't Talk Anymore"
Wenn ich meine drei Lieblingssongs derzeit nennen müsste, dieser hier wäre unter ihnen: Charlie Puth hat bei mir persönlich einen Run und überzeugt mit fast jedem Song. Ganz besonders mit seiner aktuellen Single "We Don't Talk Anymore". die für mich wohl zur Sommerhymne werden wird. Locker flockig, sehr entspannt und trotzdem tanzbar ist #WDTA ein Pop-Dance-R&B-Meisterwerk - und wird nicht umsonst im Radio dauerhaft gespielt. Vom Video bin ich übrigens nicht ganz so begeistert, bei der tollen Melodie schaue ich aber gerne über dieses hinweg :D

11. Britney Spears - "Make Me..."/"Private Show"/"Clumsy"
Britney B**** is back! Im letzten Monat veröffentlichte die Princess of Pop die erste Single aus ihrem kommenden Studioalbum, "Make Me..." und versprach einen ganz neuen Sound für die nächste LP! Gesagt, getan: Britney kündigte Anfang August ihr 9. Studioalbum "Glory" an und gab allen Vorbestellern den Preorder-Track "Private Show", der bereits aus einem Parfümwerbespot in Amerika bekannt ist. Ich persönlich muss sagen, dass ich "Make Me..." wirklich immer besser und besser finde mit jedem Mal hören. Ich stehe auf diesen sexy R&B-Vibe und finde, dass man ihm an einem sommerlichen Abend als perfekten Soundtrack laufen lassen kann.
"Private Show" dagegen fand ich im ersten Moment wirklich eher schlecht: die Stimme ist total verzerrt und viel zu hoch gepitcht und irgendwie höre ich da total den Autotune raus. Allerdings habe ich den Song immer und immer wieder angehört (irgendwie ließ er mich nicht los) und finde ihn mittlerweile irgendwie trotzdem cool. Verwirrend, aber als Britney-Fan kann man sich einen Track wohl auch schön hören :D Wer also kein Fan der Sängerin ist, der hört sich "Make Me..." an und lässt "Private Show" sein :D
Während ich das #Update schrieb, veröffentlichte Britney gleich mal die nächste Promo-Single. Diesmal gibt's den Dance-Track "Clumsy" auf die Ohren und ich war (ähnlich wie bei "Make Me...") sofort Feuer und Flamme für den Track. Am Anfang eher akustisch und simpel und zum Refrain hin dann mit sehr viel Spaß und Beats performt zeigt Britney, dass sie "Work B****" immer noch kann, aber es keinen Vorrang auf dem Album hat. Der Song passt in den Vibe der anderen Tracks und ist trotzdem anders. Well done! Und weil ich eben dann so begeistert war (mittlerweile ja von allen drei Tracks) habe ich mir "Glory" dann gleich physisch vorbestellt. Und werde eine #LiveAlbumRezi dazu schreiben - stay tuned!


12. Felix Jaehn feat. ALMA - "Bonfire"
Diesen Track habe ich schon im Juli in meiner Playlist präsentiert, allerdings hatte ich ihn da gerade neu entdeckt und wusste nicht wirklich Bescheid. Jetzt habe ich mir den Song seit fast einem Monat jeden Tag angehört und bin MEGA verliebt. "Bonfire" ist dabei ein Dance-Track, der sich von Felix's vorherigen Songs wirklich total abhebt. Etwas elektronischer und gar nicht so chillig, dafür mit viel mehr Wumps dahinter präsentiert der Star-DJ einen neuen Sound mit markanter und sehr souliger Stimme von ALMA. Der Song ist jetzt schon ein Hit und wird bestimmt öfter am Strand gehört werden - ganz sicher ;-)

13. Ariana Grande - "Into You"
Auch dieser Hit begleitet mich schon seit langer Zeit, genaugenommen seit Veröffentlichung im Mai 2016. "Into You" ist einfach so ein Ohrwurm und will gar nicht mehr aufhören mit seinen sehr gut komponierten Lyrics und den eingängigen Beats. Dabei gefällt mir nicht nur der Song, sondern auch das dazugehörige Album "Dangerous Woman" - klickt HIER und ihr kommt zur Album-Rezi. Nur so viel: "Into You" wird bestimmt zum Spätsommerhit mutieren. Ganz sicher.

14. Rihanna - "Love on the Brain"
Wie schon gesagt war ich letzte Woche beim Rihanna-Konzert in München und war sowohl von der Show als auch von den Songs total begeistert. Besonders positiv aufgefallen ist mir die 50s-Ballade "Love on the Brain". Diese wird von Rihanna so faszinierend und emotional performt, wie ich es letztes Mal bei "Stay" empfand. Die Sängerin ist in diesen Songs einfach so drinnen und man nimmt ihr JEDES Wort einfach ab. Als Zuhörer ist man sofort in der Geschichte und einfach nur ergriffen. Getoppt wird das nur von "Diamonds". Bitte UNBEDINGT als nächste Single. Doch das habe ich bereits bei der Album-Rezi von "ANTI" deutlich gemacht... "LOTB" ist einfach Single-Material für den Herbst. Punkt.



15. OneRepublic - "Kids"
OneRepublic haben mich ja in diesem Jahr schon mit "Wherever I Go" begeistert und setzen nun ihre Erfolgsstory fort: Die Band veröffentlichte am Freitag die nächste Single aus ihrem kommenden Album mit dem Namen "Kids". Dieser ist viel elektronischer und danciger als sein Vorgänger und wird wahrscheinlich deshalb rauf und runter in den Radios der Welt gespielt. Ich muss sagen, dass mich die Band wirklich so richtig überzeugt seit ihrem letzten Album "Native". Davor habe ich sie natürlich dank ihrer Singles wahrgenommen, aber nie wirklich verfolgt. Jetzt ist das anders. Ich würde sie fast als meine Lieblingsband bezeichnen. Und das soll was heißen. Dementsprechend werde ich jetzt auch "Kids" bis zum Erbrechen hören :D

16. Fahrenhaidt - "Enjoy the Silence"
Ganz spontan noch auf die Liste gepackt: Fahrenhaidt haben mich ja im Jahr 2014 musikalisch total überrascht und nahmen im Anschluss beim deutschen ESC-Vorentscheid, wo sie eine... naja, sagen wir merkwürdige Performance ihres Gänsehaut-Songs "Frozen Silence" lieferten - und nach der ersten Runde rausflogen. Danach folgte die Veröffentlichung ihres Albums und die Jungs nahmen sich Zeit für ihr nächstes Werk. Dieses folgt am 09. September, davor veröffentlichten sie ihren ersten deutschen Song, gemeinsam mit Cassandra Steen und einem relativ unbekannten Künstler. Ich muss sagen, dass ich den Track jetzt nicht so geil fand und eher weg gehört habe. Letztes Wochenende dann die Nachricht, dass Fahrenhaidt ihre nächste Single präsentieren. Diese ist ein Cover von Depeche Mode und wird wieder von der Frozen Silence-Sängerin Amanda interpretiert. Insgesamt bleibt der Track im Elektro-Dance, Fahrenhaidt haben nur noch ihre besondere Stimmung in den Song gebracht. Mir gefällt's sehr gut, auch wenn es nicht ans Original kommt. Bei einem solchen Klassiker geht das aber auch einfach nicht :D


Das war's für diesen Monat. In dieser und nächster Woche (die letzten beiden Wochen vor meinem Urlaub - WUHU!) kommen noch einige Beiträge, u. a. ein Post über meine Sommer-Alben, also jene Longplayer, die ich mir speziell auf meinen Urlaubs-MP3-Player packe. Außerdem wird es zwei #Live-Album-Rezensionen geben (und das an einem Tag!): Zum einen gibt es diese zum neunten Studioalbum von Britney Spears, "Glory" und zum anderen zu "Isn't it Strange?" von Lauren Aquilina. Außerdem folgt ein Post über meinen Soundtrack während des Einpackens und Organisierens. Freut euch drauf (:


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Sonntag, 14. August 2016

Konzert-Kritik: Rihanna - "The ANTI World Tour" #vlog

Was war ich aufgeregt. Und was wurde vorher alles berichtet. "Viel zu kurze Show", "wenig Gesang" und "keine große Show". Alle gängigen Zeitungen berichteten fast durchgängig, wie furchtbar Rihanna doch in Köln gewesen wäre und wie eingebildet sie gewirkt hätte. Nicht mal eine Zugabe hat es gegeben. Alle rasteten richtig aus und ich war irgendwie eher ungläubig. Eine Rihanna lässt sich doch nicht lumpen, die wird schon wissen, wie sie die Menge im Griff hat. Dementsprechend freute ich mich - trotz aller Berichte - auf das Konzert und war gespannt, was die Barbados-Schönheit alles zu bieten hatte.





Bereits um 16:30 Uhr fing der Einlass an, wir kamen um circa 17:30 Uhr am Olympiastadion an. Warum? Weil wir keinen Parkplatz fanden. Beide Parkhäuser in der Nähe des Olympiageländes waren restlos voll und wir fuhren irgendwo in Wohngebieten rum bis wir dann - auf wundersame Weise - einen Parkplatz fanden, der, und jetzt haltet euch fest, umsonst war. OH JA. Jackpot Nummer 1. Im Anschluss liefen wir zum Stadion, stellten uns an und rechneten schon mit einem mehrere Stunde andauernden Einlass. Doch dem war nicht so: Nach circa einer halben Stunde waren wir schon im Stadion und konnten uns Merch, Getränke und was zu Essen besorgen. Ganz einfach und völlig unkompliziert. Ja, das Sicherheitspersonal tastete alle Gäste ab und die Taschen wurden kontrolliert. Bei allem, was zur Zeit passiert, ist diese Prozedur nur verständlich.

Nach dem ganzen Einlass-Gedönse gingen wir erstmal was trinken und ich besorgte mir mein langersehntes Rihanna-Merch-T-Shirt. Ich muss sagen, dass ich die T-Shirts jetzt nicht ganz so gelungen fand. Alles was sehr auf Rap und HipHop gemacht... irgendwie komisch. Man hätte so viel aus dem Cover und dem Album-Artwork machen können und entscheid sich stattdessen für teilweise wirklich komische Fotos von Rihanna. Na gut, im Endeffekt habe ich ein SUPERSCHÖNES T-Shirt gefunden, was mir wirklich gefiel und welches ich voller Stolz in den nächsten Jahren tragen werde :D Jackpot Nr. 2 also. Einen Teil vom Shirt könnt ihr oben links auf meinem Blog sehen, falls ich es ändern sollte (irgendwann wird das passieren), findet ihr es unten noch einmal:


Nachdem für das leibliche Wohl gesorgt war (Eine Breze, ein wenig Popcorn und kalte Getränke hallo), suchten wir unsere Plätze und genossen die Vorbands. Gut, Bibi Bourelly haben wir nur von außen mitbekommen, aber was ich da hörte, konnte mich jetzt nicht wirklich vom Hocker reißen. Die Sängerin performt RnB-artige Songs mit Einschlägen von Rock und Pop, war aber insgesamt ziemlich unauffällig und auch sehr schnell vorbei (mehr als 20 Minuten war die nicht auf der Bühne). Der aufstrebende DJ Alan Walker, der mit seinem Song "Faded" die Charts in diesem Jahr eroberte, brachte dafür aber richtig Stimmung in die Bude und wir tanzten das ein oder andere Mal durchaus auf unserer Tribüne mit. Neben "Faded" überzeugte uns besonders der Remix des Coldplay-Hits "Hymn for the Weekend". So richtig Stimmung brachte dann aber der US-Rapper Big Sean ins Stadion. Mit coolen und trotzdem sehr sympatischen Performances brachte uns Big Sean des öfteren zum Lachen und rappte sich dabei die Seele aus dem Leib. Mega gut das Ganze, auch wenn ich vorher nicht unbedingt großer Big Sean-Fan war. Ich kannte ihn immer nur als Gastmusiker bei großen Stars, doch ich habe mir vorgenommen, mir auch mal sein Solo-Zeug anzuhören. Jackpot Nr. 3. Still counting :D

Und dann sollte der große Star des Abends folgen, wegen dem ja alle da waren. Doch die Diva ließ sich Zeit und kam erst circa eine halbe Stunde später ins Stadion gefahren. Trotz allem gab es großen Jubel und steigende Euphorie auf dem Höhepunkt. Anfänglich lief sie durchs vordere Publikum und performte die Mega-Balladen "Stay" und die erste Strophe sowie den ersten Refrain von "Love The Way You Lie (Part II)". Wir waren emotional geflasht und ergriffen und sangen uns besonders bei "Stay" die Seele aus dem Leib. Rihanna performte die Songs emotional und dennoch sehr cool, trug sie dabei doch ein Cape mit großer Kaputze. Einziger Störfaktor: Rihanna zupfte sich ständig im Gesicht rum, richtete ihre Kaputze neu oder fuhr sich die Haare aus dem Gesicht. Überhaupt tat sie das des öfteren, was irgendwie etwas nervig war. Aber bei der Musik sah man darüber hinweg. Als nächstes ließ sie sich auf einer gläsernen Brücke nieder und schwebte über dem vorderen Publikum. Dabei gab sie die "ANTI"-Tracks "Woo" und "Sex With me" zum Besten als auch "Birthday Cake" aus "Talk That Talk", "Pour It Up" und "Numb" aus "Unapologetic" und ei Stand Alone-Single "B**** Better Have My Money". Das Segment war sehr sexy gehalten und das Publikum unter der Brücke konnte wohl einige sehr intime Stellen der Sängerin erhaschen. Von weiter weg sah es einfach nur bombastisch und sehr, sehr heiß aus.



Im Anschluss tauchte Rihanna ab und es erfolgte ein Interlude mit dem "ANTI"-Deluxe-Track "Goodnight Gotham". Schön gemacht, aber überflüssig, weil Rihanna ja nicht sang. Sie kam aber umgezogen zurück und trug einen meiner Lieblingstracks des neuen Albums vor: "Consideration". Leider fehlte hier die Duett-Partnerin, ihre Stellen wurden per Playback eingesungen, Rihanna sang lediglich ihre Parts. Schade, denn man hätte es ja auch so machen können, dass die Sängerin einfach das gesamt Stück singt und es nur ein wenig umarrangieren müssen. So konnte man hören, dass ihr das Stück durchaus liegt, aber einfach unvollständig wirkt. Das zerrissene Gefühl, welches ich gerade beschreibe nahm aber kein Ende: Danach sang sie die Hits "Live Your Life", "Run This Town" und "All of the Lights", auf denen sie ja als Gastmusikerin erschien und lediglich den Refrain performte. Genau das tat sie auch beim Konzert: Refrain singen, kurzer Instrumentalteil mit Überleitung und auf zum nächsten Refrain des nächsten Songs. Mir war das zu kurz, auch wenn die Lieder echt anheizen (Besonders "Run This Town" kam richtig gut an). Trotzdem hätte ich mir da lieber einen ganzen Song gewünscht als drei kleine Ausschnitte. Dann nahm uns Rihanna in eine noch eher unschuldige Zeit zurück und performte "Umbrella". Die Menge ging ab und spätestens hier stand wirklich das gesamte Stadion. Gänsehaut und Mitsingaktion garantiert! Einzige Enttäuschung: Der Song wurde nur bis zur Hälfte performt, dann folgte ein schnelles Ende. Schade, hier hätte man mehr draus machen können. Als Abschluss des Segments folgte "Desperado", den ich mir sehr gut als nächste Single vorstellen könnte. Das Publikum feierte den Song einfach ab und er passt von seiner aggressiven und doch eigenen Stimmung sehr zur aktuellen Rihanna. Man darf also gespannt sein.

Nach einem weiteren Kostümwechsel in einen (fast) durchsichtigen und hautengen Hosenanzug sorgte Rihanna für karibische Stimmung und performte "Man Down". In Deutschland eher weniger bekannt, dafür umso mehr in den südlichen, östlichen und lateinamerikanischen Ländern, ist der Track einfach nur GEIL und wird MEGA performt. Außerdem bekommt man das "Rompopopom" einfach nicht mehr aus den Ohren. Dazu passend wurde dann "Rude Boy" gespielt, der ja wieder ein Hit war und deshalb auch von fast allen mitgesungen wurde. Wir tanzten, hatten Spaß und Rihanna freute das - denn sie schaute ins Publikum und machte gleich mal mit! Gleiches gilt übrigens für "Work". Da wusste aber keiner so recht, was er eigentlich singt. EGAL! Der Track macht Spaß und Rihanna genoss sichtlich, wie sehr alle den Song feierten.


Nach den kurzen drei Songs folgte wieder ein Interlude. Auf der Bühne wurden indes unterschiedlich große Ballons aufgeblasen, die irgendwie wie große Kokons wirkten. Etwas komisch, doch dann machte alles Sinn: Es folgte der Dance-Teil der Show. Rihanna kam wieder in neuem Outfit heraus und tanzte sich während der Performance von "We Found Love" (mit Elementen aus "How Deep Is Your Love") und "Where Have You Been" die Seele aus dem Leib und wieder konnte das Stadion nicht genug kriegen. Alle tanzten, feierten und sangen mit. Wunderschön und sehr, sehr lustig. Nach den großen Hits, folgte ein aktueller Song: "Needed Me" geht in den USA gerade richtig steil und ist RiRis zweiter Top10-Hit aus ihrem Nr. 1-Album "ANTI". Auch in München kam der Song gut an, auch wenn er nicht den Radio-Sound hatte, wie die vorherigen Songs. Passend dazu kam "Same Ol' Mistakes" mit seinen 6 Minuten. Der verträumte Pop-Retro-Track ist wirklich sehr speziell und ich finde es interessant, dass man sich entschieden hat, ihn auf die Setlist zu packen. Man sollte meinen der Song wäre zu lang für das Publikum, doch viele schienen ihn zu genießen und besonders die ältere Generation fühlte sich wahrscheinlich an die 70er Jahre erinnert.

Doch dann folgte der wahre Höhepunkt der Nacht: RiRi widmete ihren Mega-Hit "Diamonds" den Opfern des Amoklaufs in München und beteuerte, dass ihr Herz gebrochen sei, als sie die Nachrichten hörte ("My heart was broken"). Dabei forderte sie die Zuschauer auf, die Lichter an ihren Handys anzumachen, woraufhin das ganze Stadion leuchtete. An den Seitenbildschirmen wurden die Zuschauer gezeigt mit einer Deutschland-Flagge im Hintergrund. Wir alle hatten Gänsehaut und verdrückten währen diesen circa vier Minuten wirklich ein paar Tränen. Mega und sehr authentisch.
Im Anschluss folgten noch Rihannas Lieblingssongs von "ANTI": "Love on the Brain" und "Kiss It Better" sind auch einer meiner Lieblingssongs der LP, weshalb ich es als ganz toll empfand, dass sie als Abschlusssongs ausgesucht worden sind. Beide wurden emotional vorgetragen und nach exakt 1,5 Stunden verabschiedete sich Rihanna in die Nacht.


Und plötzlich war es rum. Während des Konzerts kam man gar nicht zu Luft, weil wirklich Hit nach Hit nach Hit folgte und man einfach nur überwältigt war von dem Spektrum, was Rihanna bot: Pop, Dance, RnB, HipHop, Trap und karibische Sounds - RiRi nahm uns mit auf eine Reise durch ihre einzigartige Musik-Welt, die sie sich in den letzten zehn Jahren aufgebaut hat. Dabei wurde die Tour nur auf sie zugeschnitten: Es gab keine groß entwickelte Bühne, keine großen Tanzeinlagen und auch keine großen Animationen. Der Fokus war auf die Sängerin gerichtet und nicht auf mörderische Umsetzungen der Songs. Und genau das war das Revolutionäre am Konzert. Wie schon beim Album, verzichtete Rihanna darauf irgendwelche Erwartungen zu erfüllen, sondern tat einfach mal genau das, was sie machen wollte. Ohne großes Schickimicki. Ohne große Effekthascherei. Sie performte lediglich Songs, mit denen sie sich wohl fühlte, welche sie lebte und sang diese dann genau so, wie sie sie fühlte. Ja, dabei sang sie auch mal gar nicht, weil sie eben lieber dazu tanzte. War ab und an etwas schade, aber war halt so. Es störte meist auch gar nicht, weil das Publikum ja mitsang, da fiel es dann teilweise gar nicht auf :D Aber mit diesem Ansatz, welchen sie schon beim Album verfolgte, hebt sie sich von anderen Acts, die momentan touren (beispielsweise Beyoncé) ab. Man saß (oder stand größtenteils) da und hatte wirklich das Gefühl, man wäre bei einem authentischen Live-Konzert dabei. Nicht bei einer perfekten Show, bei der alles bis auf die kleinste Minute getaktet ist oder am Set eines Video-Drehs. Einfach eine Künstlerin live, die das macht auf was sie Lust hat.


Natürlich gab es Verbesserungsvorschläge unsererseits. So fanden wir, wie schon angesprochen, manche Songs viel zu kurz und hätten uns gewünscht, RiRi hätte sie im Ganzen gesungen als nur Ausschnitte daraus. Außerdem waren die Monitore links und rechts von der Bühne eher klein, da hätte man doch auf größere Leinwände zurückgreifen können. Aber sonst waren wir wirklich voll und ganz zufrieden mit dem Tag und gingen voller positiver Emotionen nachhause. Ja, es gab keine Zugabe, aber das war eigentlich ziemlich schnell klar, da die Sängerin bereits nach "Diamonds" sagte, sie könne uns nicht nachhause gehen lassen, ohne zwei ihrer absoluten Lieblingstracks des aktuellen Albums zu performen. Nach dieser Ansage wusste man, dass es nur die beiden Songs geben wird. Sonst nichts. Außerdem folgte dann (fast schon wie einem Film) ein Abspann, auf dem alle Personen genannt worden, die die Tour möglich machten. Dementsprechend  war die Überraschung nicht groß, als es keine Zugabe gab. Weshalb wir auch nicht enttäuscht waren. Im Gegenteil. Auf dem Heimweg saßen wir im Auto, drehten die Alben von RiRi auf und feierten einfach weiter. Wenn man von einem Künstler nach einem Konzert nicht genug hat, sondern sogar noch einmal mehr reinhört, dann hat der doch alles richtig gemacht, oder? Ich finde schon und würde wieder auf Rihanna-Konzert gehen. Ganz sicher sogar.


P. S.: Sagt mir doch mal in den Kommentaren, ob ihr solche Konzert-Kritiken gut findet oder eher nicht. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll und schreibe sie deshalb eigentlich nicht. Aber hier hatte ich Lust, es mal auszuprobieren. Gut, schlecht oder so naja? Lasst es mich wissen (:

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