Donnerstag, 27. April 2017

#LIVE-Leseeindruck: "Brausepulverherz" von Leonie Lastella

Herzlich Willkommen zu einem neuen Leseeindruck (:
Schon lange gab es keinen solchen Beitrag mehr und ich habe wieder total Lust auf diese Art von Post. Perfekt also, dass ein Debütroman einer Autorin aus dem FISCHER-Verlag erscheint, welches mir durch effektive Werbung des Verlags aufgefallen ist :D Vor einigen Monaten erreichte nämlich eine Leseprobe nicht nur mich, sondern auch andere Blogger. In dieser Leseprobe gab es nicht nur einen Ausschnitt aus dem Buch "Brausepulverherz" zu lesen, es wurde auch die Autorin Leonie Lastelle vorgestellt, die einige Fragen zu ihrem Roman beantwortete. Ich war vom Cover entzückt, von dem kleinen Auszug begeistert und fragte den Roman an - und so landete er letzte Woche bei mir Zuhause (Danke, lieber FISCHER-Verlag) und wartet seitdem bei mir, um verschlungen zu werden.

© FISCHER-Verlag

Wie bereits geschrieben ist es der Debütroman von Leonie Laestella, die in dem Roman ihre eigene Liebesgeschichte zu verarbeiten scheint: Sie selbst lernte nämlich im Italien-Urlaub ihren heutigen Mann kennen und aus einem harmlosen Sommerflirt wurde die ganz große Liebe - ich schmelze gleich dahin, so wunderschön romantisch ist das. Sie wirkt jung, frisch, lebensfroh und total quirlig, weshalb ich wirklich gespannt bin, ob man diese Charakterzüge auch im Roman durchblitzen sieht und wie realitätsnah sie die Geschichte rund um Jiara erzählt. Apropos Jiara, ihr wollt ja wissen, um was es geht - hier also der Klappentext laut Amazon:

Wenn das Herz kribbelt und bitzelt, wie Brausepulver auf der Zunge …

Brausepulverherz von Leonie Lastella ist der perfekte Roman für alle, die zwischen Sommer und Ferien, zwischen Zuhause und Woanders, zwischen aufgedreht und gechillt, zwischen verknallt und entliebt die ganz große Liebe suchen.

Jiara lebt eigentlich in Hamburg, jobbt aber den Sommer über in einer Trattoria an der italienischen Riviera. Ihr ansonsten so strukturiertes Leben steht Kopf, als sie Milo trifft. Na ja, von einem „Treffen“ kann hier nicht die Rede sein, eher von einer Explosion, einem Tsunami, einem Feuerwerk. 
Nein, Letzeres wäre dann doch zu kitschig.
Sofort ist da dieses Knistern und Kribbeln. Nur manchmal fühlt es sich eher an wie viele kleine Stromschläge 
– so grundverschieden sind die beiden. Und eigentlich darf das alles nicht sein: Jiara hat einen Freund, ein Leben und eine Zukunft in Hamburg – oder?

Ein wunderbarer Roman über die große Liebe, die Welt aus den Angeln hebt!


Cover + Leseprobe: © FISCHER-Verlag
Dieser Beitrag ist SPOILERFREI!
Ich werde die Handlung der ersten Seiten nur kurz wiedergeben, ihr braucht also keine Angst haben, dass ich euch zu viel verrate (:

Etappe 1: S. 7 bis 104
So, gestern Abend (am 27. April 2017) habe ich dann mit dem Roman angefangen und war erstmal von dem italienischen Ambiente mehr als begeistert - man fühlt sich wirklich wie im Urlaub auf Italien, zumindest so, wie ich mir das vorstelle, denn selbst war ich leider noch nie in dem Land. Man merkt den Ausführungen an, dass die Autorin eine tiefe Verbindung zu dem Land hat und es mit all seinen bunten Facetten kennt! Doch nicht nur in den Beschreibungen des Landes merkt man die Vertrautheit, auch die italienische Lebenseinstellung, das Dolce Vita, kommt total durch und wirkt sich auf mich sehr entspannend aus - ein bisschen wie im Sommerurlaub.

Inhaltlich lernen wir Jiara kennen, die bei ihrem Freund aus Kindheitstagen Dario jobbt und zwar in dessen Trattoria. Jiara liebt die Stimmung und Hektik dort und genießt ihr Traumleben in der italienischen Mittelmeerstadt. Unverhofft besucht Milo seinen besten Freund Dario und Jiara und er stoßen das erste Mal aufeinander - dabei knistertet es gewaltig. Doch eigentlich geht das ja gar nicht, denn Jiara liebt doch ihren langjährigen Freund Jonas und hat mit ihm ein geregeltes Leben in Hamburg. Sie entschließt sich Milo gekonnt zu ignorieren, scheitert aber jedes Mal wieder daran, denn die beiden fühlen sich sofort zueinander hingezogen.

Eigentlich wollte ich ja schon nach 50 Seiten einen Eindruck schildern, leider passierte bis dahin sehr wenig, weshalb ich dann doch noch 50 Seiten mehr las. Ich hatte einige Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzufinden, denn ich finde jetzt nicht unbedingt, dass das Knistern zwischen Jiara und Milo so deutlich rüber kommt. Vielleicht liegt es daran, dass ich gerade einen New Adult-Roman beendet habe und dahingehend mehr erwarte, aber die anfängliche Verliebtheit ging bei mir jetzt irgendwie etwas vorbei. Das kann aber auch daran liegen, dass sich die beiden Figuren gar nicht eingestehen wollen, dass sie sich gut finden: Jiara hat ja ihren Freund und Milo will eigentlich nur Musik machen und sucht sich Frauen mit geringer Halbwertszeit. Hier erwarte ich jetzt noch mehr Druck, mehr Geschehnisse und mehr Gefühl.

Schön finde ich allerdings die Thematisierung der Gespaltenheit der Protagonistin. Jiara hat in Hamburg all das, was man gemeinhin als "gutes Leben" bezeichnen würde: Sie studiert Psychologie, hat einen gutaussehenden, süßen, erfolgreichen Freund und eine Familie, die sie in allen Lebenslagen unterstützt. Allerdings scheint sie in diesem Umfeld nicht wirklich glücklich zu sein - nur wenn sie in Italien in der Trattoria jobbt, merkt sie, dass ihr Herz fröhlich und ausgelassen im Takt schlägt und ihr Bauch kribbelt. Jiara fragt sich ständig, welche Richtung sie denn nun einschlagen soll: Den, den ihr ihre Familie und Freunde raten oder den, den das Herz ihr vorgibt? Diese Überlegungen sind sehr schön eingearbeitet und für mich die spannenden Stellen des Romans, wo mit der Liebesgeschichte etwas gebrochen wird und es mehr um die Selbstfindung von Jiara geht, als um die romantische Liebe. Ich bin gespannt, wie damit weitergearbeitet wird und ob die Autorin es schafft diese Selbstfindung harmonisch mit der Liebesgeschichte zu harmonieren. Die Chance dies zu tun hat sie auf den nächsten knapp 400 Seiten.

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#LIVE-Album-Rezension: Levina - "Unexpected"

Auch dieses Jahr gibt's ein ESC-Album: Nachdem Levina den deutschen Vorentscheid "Unser Song 2017" gegen sich selbst gewann und das deutsche Publikum entschied, sie mit "Perfect Life" nach Kiew zu schicken, folgte eine gänzlich andere Herangehensweise als in den letzten Jahren: Zwar arbeitete auch sie im Monat nach dem Vorentscheid an ihrem Debütalbum, im Anschluss ging es für sie allerdings auf europäische Promotour. Dabei meine ich nicht nur die bekannten Fantreffen in London, Amsterdam und Tel Aviv; nein, nein, diesmal ließ sich Deutschland nicht lumpen und schickte die junge Sängerin, die zwischen Berlin und London pendelt, in über zehn europäische Länder, um sich und ihren Song als deutsche Vertreterin in Radio- und TV-Shows zu promoten. In dieser Woche folgte dann eine Promoreise quer durch Deutschland um das oben angesprochene Album "Unexpected" im Radio und TV zu bewerben. Nebenbei veröffentlichte Levina hier und da immer wieder Snippets ihrer Songs - entweder als Teaser oder in Form von akustischen Performances neuer Tracks. Ob das Album überzeugen kann und mit den wirklich guten ESC-Alben von Ann Sophie und Jamie-Lee mithalten kann? Finden wir es doch gemeinsam heraus!

© RCA Deutschland/Sony Music Germany

1. "The Current"
Ich muss ja gestehen, ich konnte die Spannung nicht ganz so gut aushalten und habe mir heute morgen die drei ersten Songs schon angehört - aber auch nur, weil ich sie vorher bereits als Snippets auf den Social Media-Kanälen von Levina gehört habe. Ich finde, dass "The Current" einen sehr starken Refrain hat, der irgendwie an den Dreamy-Pop einer Lana Del Rey erinnert, allerdings finde ich die Strophen nicht wirklich spannend und "vor-sich-hinplätschernd" - wisst ihr was ich meine? Besonders schön fand ich aber den instrumentalen Intro-Part, das klang frisch und nach Sommer - genau die richtige Stimmung für die kommenden Monate. Insgesamt also ein mittelmäßiger Track, der mich jetzt nicht ganz so abholt, aber dennoch neugierig macht auf mehr. Ich habe das Gefühl, dass Levina wirklich sich selbst hier präsentiert und nicht auf irgendwelche Trends setzt. Gut so!

2. "Echo"
"Echo" wurde vor Albumveröffentlichung bereits in einer Live-Akustik-Version veröffentlicht und schon jetzt liebe ich den Song! Im Hintergrund hört man dumpfe Beats, die zum Refrain hin immer mehr verblassen und später dann wiederkehren, diesmal aber sehr viel intensiver als noch in den Strophen. Für mich ist hier der Text total interessant, dieser spricht davon, wie Levina sich in einen Jungen verguckt hat und jetzt nur noch an ihn denken kann - wegen bestimmter Gerüche, Erinnerungen oder Songs. Ein grandioses Bild mit dem Echo, der einem von einem Menschen erhalten bleibt. Der Song ist ein Mix aus einem modern-elektronischen Popsong gepaart mit einer instrumentalen Begleitung, die alles wieder etwas mehr erdet, was mir sehr, sehr gut gefällt, weil es eben nicht so auf den aktuellen Trend setzt. Wir hören hier eine Künstlerin, keine 0815-Castingshow-Gewinnerin. "Echo" ist dabei für mich der bisher stärkste Song, den ich von Levina gehört habe - auch wenn "Perfect Life" eingängiger ist.


3. "Perfect Life (ESC Version)"
Ich weiß, wir haben damit keine Chancen. Ich weiß, dafür fehlt im das gewisse Etwas. Ich weiß, ich sollte es objektiv betrachten, die Umstände und Anzeichen sehen (schlechte Wettquoten, geringe Fanbeliebtheit, ein Chartflop, usw.), aber ich kann einfach nicht anders: Ich habe ständig einen Ohrwurm von dieser Nummer. S.T.Ä.N.D.I.G. Da kann ich gar nichts dafür. Und auch die ESC-Version ändert da nichts dran, im Gegenteil: Ich habe das Gefühl, dass der Song etwas schneller daherkommt und besser produziert klingt. Außerdem mag ich Levina einfach als Person, weshalb sie mich dann irgendwie gänzlich hat. Nein, ich glaube nicht an einen Überraschungserfolg, möchte aber auch nicht an den letzten Platz glauben. Vielleicht wird es ja doch ein Mittelfeldplatz, schließlich bietet der Track wirklich gute Möglichkeiten der Inszenierung (ich würde ja einfach Fotos von Levina's Trips durch Europa einblenden, schließlich singt sie doch vom perfekten Leben - wenn sie das in den letzten Wochen und Monaten mal nicht gehabt hat ;-)).



4. "Nothing More Beautiful"
Auch diesen Song kenne ich als Akustik-Version und hier empfand ich ihn zwar als sehr verträumt und moody, allerdings fand ich ihn irgendwie nur nett und nicht mehr. Die Begleitung ist dabei weniger elektronisch als bei seinen Vorgängern, was positiv hervorsticht und eine schöne Abwechslung bietet. Ich habe das Gefühl, hier muss man einfach genau auf den Text hören, um ihn wertschätzen zu können. Wenn man einen Menschen im Leben hat, bei dem man beim Anhören von "Nothing More Beautiful" denken kann, dann hat der Song wirklich etwas. Auch stimmlich begeistert mich Levina hier gegen Schluss. Ein Dark Horse des Albums, wenn wir im ESC-Jargon bleiben :D


5. "Wildfire"
Und nun zu dem zweiten Song, den wir bereits seit Februar kennen. Ich hätte ihn als sehr viel ESC-tauglicher gehalten als "Perfect Life" und zumindest hätten wir uns hier nicht anhören müssen, er sei ein Plagiat. Aber zum Song: Eine sehr positive Message, eine wunderschön-arrangierte Instrumentalisierung und eine ausdrucksstarke Stimme - besonders die gezupften Töne im Refrain gefallen mir hier sehr gut und der Herzschlag in der Bridge. Ich hatte hier schon die Inszenierung im Kopf als Levina ihn bei "Unser Song 2017" performt hat. Ob wir damit bessere Chancen hätte als mit unserem jetzigen Track? So viel steht allerdings fest: "Perfect Life" ist moderner, aktueller und sehr viel eingängiger als "Wildfire" - was nichts daran ändert, dass dieser eine Bereicherung des Albums ist. Sehr schön!


6. "Ordinary People"
Ich hatte sofort eins im Kopf: Ein ESC-Kandidat. Vom Sound. Vom Gesang. Vom Text. Irgendwie passt alles zusammen und besonders gut zum Eurovision Song Contest. Hier zeigt Levina ihre Stimme - sowohl die Höhen als auch die Tiefen dieser, was sehr, sehr außergewöhnlich ist. Außerdem gefällt mir der stampfende Rhythmus im Hintergrund. Der Text ist mir hier und da vielleicht etwas zu klischeebesetzt, aber immerhin löst der Song etwas in mir aus. Außerdem hat der Refrain etwas sehr Großes an sich, was ich gar nicht in Worte fassen kann. "Ordinary People" zählt zu meinen Favoriten, das weiß ich jetzt schon.

7. "Love Me All the Time"
Interessant! Es folgt ein etwas jamaikanischer Beat, zumindest hört sich das für mich so an. Und auch der Gesang erinnert etwas daran, wird er doch sehr floppig und locker vorgetragen. Und auch der Refrain ändert daran nichts, obwohl es dann doch zu einem Spannungsbogen kommt und Levina etwas lauter und selbstbewusster singt. Hier wiederholen sich die Streicher von "Wildfire", was das Album sehr stringent macht. Hätte man ein Risiko eingehen wollen, hätte man diesen Song als weitere Option am Vorentscheid teilnehmen lassen sollen. Manche werden jetzt vielleicht sagen: "Benni, was labberst du, das ist voll der redundante und unspannende Song", aber ich habe im Gefühl, dass er auf der Bühne sehr, sehr gut inszeniert werden könnte - denn gut anhören tut er sich alle Mal!

8. "Run on You"
Hier ist zum ersten Mal Levina's Stimme merklich bearbeitet. Besonders im Refrain habe ich das Gefühl, dass hier deutlich was gemacht wurde, was schade ist, denn darauf stehe ich immer so gar nicht. Der Song nimmt zumindest an Geschwindigkeit immer mehr zu und bedient sich auch hier an Trommelschlägen, um Dynamik reinzubringen. Insgesamt ein mittelmäßiger Song, der mich ungefähr so mitreißt wie "The Current" - also leider weniger. Bis jetzt habe ich den Eindruck, ein Independent-Album anzuhören. Ich kann gar nicht sagen warum. Ich weiß jetzt schon, dass ich den Refrain hier später nachsingen werde... obwohl mir der Song gar nicht SOOO zusagt. Ich hasse sowas, denn das heißt, ich mag ihn doch irgendwo :D

9. "Stop Right There"
Auch hier kenne ich bereits die Akustik-Version (siehe Video) und es sollte klar sein, was die nächste Single wird, besonders falls sie beim ESC tatsächlich Letzte wird oder im Drittel landen wird. "Just gonna do my thing" - dieses Motto passt dann wie die Faust auf's Auge und erinnert mich vom Text total an "I Don't Know Where I'm Going" vom ESC-Album unserer deutschen ESC-Repräsentantin Ann Sophie. Allerdings ist er komplett anders instrumentalisiert und hat einen sehr catchy Chorus. Auch hier muss ich sagen: Das wäre ein Kandidat für Kiew gewesen. Und wieder komme ich zurück zu meiner Forderung für nächstes Jahr: Sucht den Sänger und dessen Song getrennt voneinander. Erst gibt es eine Show mit sechs Teilnehmern, von denen einer die erste Sendung gewinnt und unser Kandidat für den ESC ist. Dann hat dieser/diese einen Monat Zeit, um an sechs Songs zu arbeiten, die er dann in der zweiten Show präsentiert. Die Zuschauer wählen dabei ihren Favoriten. Wäre es so bei Levina gelaufen, wäre "Stop Right There" gewiss im Superfinale gewesen ;-)


10. "Courage to Say Goodbye"
Es folgt eine weitere Midtempo-Nummer, die irgendwie eine Mischung aus "Wildfire" und dem vorherigen Track darstellt, was mir allerdings gut gefällt. Besonders der Refrain sticht hier hervor - es scheint mir, dass Levina darauf gesetzt hat, eingängige Verse zu präsentieren. Lustig, dass ich diesen bei "Perfect Life" am Anfang vermisst habe und erst suchen musste :D "Courage to Say Goodbye" ist sehr gut geschrieben und gehört deshalb auch zu meinen Favoriten des Albums, auch wenn er noch lange nicht so eingängig ist wie manch anderer Song.

11. "One in a Million"
Ein weiterer Dreamy-Pop-Song. "You shot me down" - hatte das Lana Del Ray nicht auch in einem Song gesungen? Ich musste sofort an einen anderen Song denken. Mich erinnert die Instrumentalisierung an eine Mischung aus James Bond-Song und Country - komisch, aber irgendwie faszinierend. Ich finde es bemerkenswert, dass Levina sich hier völlig austobt und ihren ganz eigenen Stiefel durchzieht, ohne jetzt unbedingt DAS POP-ALBUM 2017 abliefern zu wollen. Man merkt ihr an, dass sie seit längerer Zeit selbst Texte schreibt und Songs Charakter verleiht. Hoffentlich schafft sie das beim ESC genauso gut, denn dann kommt es darauf an. Wenn das die Kamera einfangen kann, muss man sich keine Sorgen mehr machen - trotz des eher mittelmäßigen Songs.

12. "Nothing at All"
Ein weiterer experimenteller Song, der so gar nicht ins Bild passen möchte, aber den ich dafür umso mehr schätze. Wie schon bei "One in a Million" ist es vielleicht nicht der stärkste Song ever, aber eben ein faszinierender, weil er neue Anreize bietet als den 0815-Pop, den manch andere Künstlerinnen und Künstler derzeit bieten. Für die Charts gemacht? Nein. Zum Träumen schön? Ja. Man kann sich hier komplett fallen lassen und sich im Song verlieren - und das schätze ich bei manchen Songs sehr (:

13. "Perfect Life (Madizin Mix)"
Ich verstehe immer noch nicht, warum wir einige Elemente dieses Mixes nicht in unserem ESC-Song haben. Der Beat im Hintergrund, den Aufbau der Strophen und des Refrains als auch den 'Ausbruch' nach dem Refrain - alles großartige Aspekte, die den Song bereichert hätten. Außerdem gut: Das David Guetta-Ding ist verschwunden, stattdessen wirkt das Geklimper am Anfang wie eine Uhr - SO hätte man die ESC-Version verändern sollen. Schade und definitiv eine verpasste Chance. Für das Album ist der Remix allerdings SUPER, denn er lockert noch einmal das Bild auf und lässt den Sänger mit einem richtig guten Popsong zurück - nach dem sehr experimentellen Ende der LP tut das richtig gut (:


Fazit:
Ich höre mir das Album gerade im zweiten Durchgang an und schon jetzt kann ich einige Songs mitsingen: "The Current", "Echo", "Perfect Life", "Wildfire", "Ordinary People" und "Stop Right There" haben großartige Refrains, die schnell im Ohr sind und für den Popmusikhörer auch als gute Radionummern wahrgenommen werden sollten. Nein, ich bin jetzt nicht mega baff und kann gar nicht glauben, was für eine mega große Sängerin ich hier vor mir habe. Aber das war, zumindest denke ich das nach dem Durchhören, auch gar nicht Levinas Ziel. Diese wollte uns vielmehr in ihr Leben mitnehmen und uns ihre Persönlichkeit präsentieren - und da passen keine Superlative hinein. Levina ist eine junge Frau, die international lebt und ihr Ding macht. Genau das hört man auch auf dem Album. Insgesamt sind es vielleicht nicht die besten Songs, allerdings Songs voller Persönlichkeit und Einzigartigkeit, sie unterstreichen nämlich - so scheint es - den Lebensweg der jungen Künstlerin, deren Reise gerade erst beginnt. Und die eben total unerwartet begonnen hat. Genau diese Stimmung merkt man dem Album an und wird auch durch das Cover und die Bilder des Booklets repräsentiert. Und all das gefällt mir gut, denn es ist ein Album, was mich interessiert zuhören lässt und mich dazu bringt, es mir gleich noch einmal anzuhören. Deshalb kann ich für das Album insgesamt auch gute 3,5 Punkte vergeben - für 4 Punkte fehlen mir die Hits, für 3 Punkte ist das Album zu gut. Was Levina nun daraus macht, hängt natürlich auch vom Abschneiden beim ESC ab - und darum soll es jetzt gehen.

Gedanken zu den Eurovision Song Contest-Chancen:

Die wichtige Frage, die ich mir stelle: Gibt es einen oder mehrere Songs auf dem Album, die ich zu "Perfect Life" bevorzugen würde, wenn es um den ESC geht? Könnte uns einer davon eine bessere Platzierung bringen oder zumindest unsere Chancen erhöhen? Ehrliche Antwort: Nicht unbedingt. Ich glaube jetzt nicht, dass ein Song total hervorsticht auf "Unexpected" und deshalb die viel bessere Wahl gewesen wäre. ABER ich denke durchaus, dass es interessantere Beiträge gegeben hätte: Sowohl "Stop Right Here" als auch "Ordinary People" hätten mehr Ecken und Kanten und würden bestimmt im Durchschnitt besser bewertet werden als "Perfect Life", einfach weil sie Charakter haben, aufgrund ihres andersartigen Sounds. Gleiches gilt für die Abschlusstracks "One in a Million" oder "Nothing At All", wobei ich diese nicht als potenzielle ESC-Songs sehen würde. Aber zumindest die vorher genannten hätte mehr Edge. "Perfect Life" dagegen ist der deutliche Hit des Albums, der Song, der dem Mainstream am meisten entspricht und deshalb wohl auch offensichtlich als potenzieller ESC-Song ausgewählt wurde. Leider ist bei solchen Songs aber immer das Problem, dass das Besondere fehlt und man ihn deshalb zwar als nett, aber auch als etwas langweilig, weil bekannt einstuft. Genau diese Reaktion erhalten wir, eben weil er nichts Einzigartiges darstellt. Und das muss ein ESC-Song momentan sein: Besonders. Einzigartig. Anders. All das trifft auf "Perfect Life" allerdings leider nicht zu. Dem entsprechend kann man sich nicht nur auf den Song verlassen, denn dafür ist er nicht speziell genug. Was nicht heißt, dass alles verloren ist - im Gegenteil! Jetzt gilt es, an der Präsentation zu arbeiten, denn hier kann noch was herausgerissen werden. Und wie bereits gesagt, muss nun versucht werden, Levina so gut es geht dem Zuschauer näher zu bringen und sie von ihrer Natürlichkeit und dem Charakter zu überzeugen. Hier würde ein Staging helfen, dass ihre Geschichte zeigt, beispielsweise mit Hilfe von Fotos aus der Zeit seit dem Vorentscheid oder aber mit Close-Ups von Levina, in denen sie in die Kamera lacht und aufgrund ihrer Ausstrahlung überzeugt - ähnlich wie bei Lena. Und hier habe ich schon wieder eine weitere Angst bzw. ein weiteres Problem: "Ähnlich wie bei Lena" - das wird beim europäischen Publikum nicht ankommen. Bereits bei Ann Sophie hieß es, sie wäre wie die ältere Schwester von Lena... und wir wissen wie das geendet hat.

Ich würde den Verantwortlichen raten, Levina ihr Ding machen zu lassen und sich für die Performance mehr einfallen zu lassen, als Close-Ups und nur Levina auf der Bühne. Das kennen wir schon von Lena, das Ding ist durch, der Drops gelutscht. Wir brauchen Atmosphäre, wir brauchen Stimmung, wir brauchen Tänzer. Oder die Interaktion mit den Backings. Oder Hologramme. Oder Bilder. Whatever. Hauptsache etwas, das im Kopf bleibt und eine Geschichte erzählt. Eine Geschichte, die zum Song passt und die Aufmerksamkeit des Publikums einnimmt. Nur Levina auf der Bühne mit einem schönen Hintergrund und ein bisschen Pyro - das reicht nicht. Da hätte man sich doch für die Ballade entscheiden müssen, was ja mein Vorschlag beim Vorentscheid war. "Nehmen wir die Ballade, das Staging traue ich dem NDR zu - das für 'Perfect Life' dagegen nicht" - ungefähr so lauteten meine Worte damals. Und genau das denke ich heute auch noch. Der Song ist okay, braucht aber noch das besondere Etwas. Und das bekommt man nicht mit Simplizität. Das bekommt man durch Individualität und den Mut zum Risiko - und zu Außergewöhnlichem! Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen diesen Mut haben.

© RCA Deutschland/Sony Music Germany


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Mittwoch, 26. April 2017

Der Eurovision-#Kandidatencheck: 2. Halbfinale

Herzlich Willkommen zum zweiten #Kandidatencheck!
Diesmal soll es um die Lieder des zweiten Halbfinales gehen, welches am Donnerstag, dem 11. Mai 2017 stattfindet! Das 1. Halbfinale haben wir bereits gecheckt, falls ihr das verpasst habt, könnt ihr euch HIER zu diesem Beitrag klicken. Kommen wir aber zum Prozedere: Ich werde zu jedem Track meine Gedanken niederschreiben und meine Punkte vergeben - ganz in Eurovision-Manier gibt es 1-8 sowie 10 und 12 Punkte. Außerdem neu in diesem Jahr: Die LISTEN-Eurovision-Jury hat mir ebenfalls ihre Gedanken zu den einzelnen Tracks zugesendet, ihre Aussagen werde ich hier als Zitate verlinken. Los geht's also mit dem 2. Halbfinale!


Kleine Hinweise: Wir beurteilen hier die STUDIO-Versionen der Songs nach unserem GESCHMACK! Es soll keine professionelle Einschätzung sein, nur ein Überblick über unsere Eindrücke. Deshalb seid nicht verstört, wenn eure Favoriten uns gar nicht gefallen. Außerdem wird es noch einen Beitrag geben, bei dem ich die Top10 eines jeden einzelnen Jurors vorstelle und im Anschluss gucke, was die Top10 der LISTEN-Eurovision-Jury zu den einzelnen Halbfinals sind.

1. Serbien: Tijana Bogićević - "In Too Deep"
Eröffnen wird das 2. Halbfinale Serbien. Das Land schickt die Sängerin Tijana, die mit ihrem Song "In Too Deep" einen sehr modernen Track beisteuert, der zu meinen Favoriten in diesem Halbfinale zählt! Der Refrain geht sehr gut rein, die Strophen bauen sich schön auf und Tijana hat einfach eine sehr, sehr gute Stimme, die perfekt zu dem Song passt. Außerdem gefällt mir die sehr ausgefallene Bridge - das hier wird auf der Bühne bestimmt sehr, sehr gut aussehen, da bin ich mir sicher. Deshalb gibt es von mir auch gute 10 Punkte - für 12 reicht es nicht ganz, da ich finde, dass er nicht gänzlich im Ohr hängen bleibt. Aber hey: 10 Punkte sind schon mal sehr gut und dürften für eine Finalqualifikation reichen!


Pierre: "Gefällt mir." - Hmmm... aber? Bin gespannt, ob sie in deiner Komplett-Top10 vertreten sein wird (:

Lisa: "Hier werden mal wieder alle Popsong-Klischees bedingt, ich kann leider nichts Besonderes an dem Song finden (bis auf den folkloristischen Twist in der Bidge). Ihre Stimme ist zugegebenermaßen kristallklar, verschwindet aber eben zwischen hunderter anderer, weil sie gefallen will…"

Anni: "Beim ESC gibt es immer ein Lied bei dem ich das Gefühl habe, dass es geklaut ist. Und dieses Mal ist es der Song von Serbien. Ich weiß leider nicht woran mich der Anfangsteil erinnert, aber ich hatte das Gefühl 'Ich kenne diesen Song'. Aber das ändert nichts daran, dass das Lied wirklich toll klingt, vor allem im Refrain."

Julia: "Zwar kommt der Song nicht an Sum 41s gleichnamigen Song ran, aber er gefällt mir trotzdem sehr."

- Wieder sehr unterschiedlich gleich zu Beginn: Pierre, Julia und ich scheinen diesen typischen ESC-Pop-Song zu mögen, Lisa und Anni äußern durchaus Bedenken, obwohl Anni ihn dennoch als gut empfindet. Ich bin gespannt, wie Serbien abschneiden wird, ich könnte mir vorstellen, dass das sehr von der Inszenierung abhängt. Ein sicherer Kandidat für's Finale? Eher nicht, aber die Chancen sind da.

2. Österreich: Nathan Trent - "Running On Air"
Ich mag's. Wirklich. Einfach so. Nein, es ist kein Gewinner, denn dafür ist es viel zu leise, viel zu nichtssagend und viel zu plump. Aber ich mag's. Nathan ist süß, das Video lustig (wenn auch an manchen Stellen etwas peinlich) und der Song einfach putzig. Würde der im Radio laufen, hätte ich nichts dagegen und würde mitwippen. Schafft es Österreich damit ins Finale? Schwierig einzuschätzen. Wenn es kuschelig und sympathisch inszeniert wird, könnte es knapp dafür reichen. Alles steht und fällt mit der Bühnenpräsentation. Für mich schafft er es allerdings. 8 Punkte.


Pierre: "Ich finde das Video peinlich. Und das Lied auch.  Das wird sehr weit hinten landen. Braucht doch keiner. Oder? :P"

Lisa: "Hier singt eine schöne klare Stimme einen hübschen Gute-Laune-Song (: Da fehlen für mich ein paar Ecken und Kanten oder eine bunte Überraschung, aber laut meckern kann ich nicht ;)."

Anni: "Hut ab für unsere Nachbarn! Bisher einer meiner liebsten Song. Das ist ein Lied, das sich super eignet um während eines Roadtrips bei geöffnetem Fenster gehört zu werden. Klingt auch sehr modern." - yeahi, ich habe Anni an meiner Seite (:

Julia: "Ich muss jetzt aufpassen, was ich schreibe, denn Nathan und ich wohnen in derselben Stadt und ich will nicht für böses Blut sorgen. Es ist eine nette Radionummer, aber mehr leider auch nicht. Ich würde nicht in Versuchung kommen, für mein eigenes Land zu voten."

- Auch hier wieder ein durchwachsenes Bild. Und ich fürchte Julia und Pierre haben ein bisschen Recht: Wer soll dafür voten? Das Stück ist leider zu harmlos, um so richtig hängen zu bleiben, dennoch bin ich Fan von Nathan und seinem Stück und gönne es ihm sehr. Auch hier hängt alles von einer guten, sympathischen und "warmen" Inszenierung ab. Ob es die geben wird? Zumindest sitzen wir mit unseren Nachbarn in einem Boot: Der Stage Director ist, wie bei Deutschland, ebenfalls Marvin Dittmann - der Mann, der Conchita einst in Szene setzte. Ist das der Garant für Kiew 2017?

Kleiner Hinweis: Russland wollte die Sängerin Julia Samoylova in die Ukraine schicken, diese verstieß allerdings gegen ukrainische Gesetze, weshalb sich Russland vom Wettbewerb zurückzog. Als wir uns die Kandidaten angehört und bewertet haben, war noch nicht klar, wie es mit Russland und seiner Teilnahme aussieht. Ich lasse den Check in diesem Beitrag bestehen, auch wenn die Kandidaten nun nicht am Wettbewerb teilnimmt.

(Russland: Julia Samoylova - "Flame Is Burning")
Ja, nett. Leider kann ich dazu nicht mehr schreiben. Musikalisch bin ich von Russland mehr gewohnt. Ich habe totalen Respekt vor der Sängerin, denn sie gibt wirklich alles und lebt ihren Traum. Aber der Song gefällt mir einfach nicht und ist mir auch viel zu sehr bearbeitet. Und das Englisch ist mir leider auch zu schlecht - sorry, falls das was mit ihren Umständen zu tun haben sollte! Aber Respekt für die Leistung, wirklich. Von mir gibt's aber leider für den Song nur 2 Punkte.


Pierre: "Das Lied gefällt mir nicht. Mag ihre Stimme nicht. Leider."

Lisa: "Ein toller Mutmach-Song, den man ihr so richtig abkauft! Richtig vom Stuhl schmeißt er mich nicht, aber er ist auf jeden Fall ein Kandidat zum Laut-Mitsingen^^"

Anni: "Schrecklich.  Ich mag ihre Stimme nicht, für mich viel zu hoch und zu mädchenhaft. An manchen Stellen tat mir das richtig in den Ohren weh."

Julia: "Süßes Lied, aber irgendwo auch langweilig. Aber die Sängerin hat einen schönen Vornamen (Hehe, Eigenlob und so)."

- haha, Julia's letzter Kommentar gefällt mir sehr gut :D Im Ernst: Ich finde es schade, dass Russland nicht dabei ist, denn beim ESC lebe ich nach dem Motto: "The more, the merrier". Leider müssen wir diesmal also ohne "Mother Russia" zurecht kommen, davon mal ganz abgesehen, dass das wirklich traurig ist, finde ich es aber umso spannender, wie die Punkteverteilung im diesen Jahr aussehen wird. Denn ohne Russland, wählen der Ostblock vielleicht mal tatsächlich nach ihrem Geschmack? Zu wünschen wäre es...

3. Mazedonien: Jana Burčeska - "Dance Alone"
Das ist ein totaler Retro-Song - gefangen irgendwo zwischen den 90ern und den 2000ern. Für mich etwas zu altbacken, auch wenn ich die Instrumentalisierung gar nicht so schlecht finde. Aber kann das auf der Bühne funktionieren? Ich wage es zu bezweifeln. Außerdem klingt die Stimme mir etwas sehr stark bearbeitet - wie das beim ESC funktionieren soll, weiß ich nicht. Allerdings ist das mal wieder so ein typischer ESC-Song, den ich wahrscheinlich in der Showwoche rauf und runter summern werden. Ich vergebe mal 5 Punkte, auch wenn ich dem Track keine Chancen zurechne.


Pierre: "Ohrwurm. Modern. Gefällt mir. Könnte nach dem Songcontest groß rauskommen. Hat Potential."

Lisa: "Warum…? Das ist ein Song der Art 'Ich lerne die Schritte für den Discofox und brauche stumpfe eins-zwei-Tap-Musik'. Nein."

Anni: "Prädikat Geil! Auch wenn der Song 'Dance alone' heißt, kann ich mir nicht vorstellen, dass bei diesem Song jemand nicht aufsteht um zu tanzen. Ich habe schon bei den ersten Tönen, nicht die Beine stillhalten können."

Julia: "Leider auch wieder nicht so ganz mein Fall. Dem Lied mangelt es ein wenig an Höhen und Tiefen."

- Hallo, Diskussion, schön das du da bist :D Pierre und Anni feiern es total, der Rest ist leicht verhalten. Ob es Mazedonien so ins Finale schafft? Bleibt abzuwarten, mich überzeugt das Gesamtpaket nicht wirklich. Bleibt abzuwarten, wie es in Kiew rüber kommt.

4. Malta: Claudia Faniello - "Breathlessly"
Hmmm... Hier will man auf Adele machen, kriegt aber nur ein Adelchen hin. Wenn überhaupt. Am Anfang klingt es noch ganz gut, als ob da noch was kommen würde und dann maut es aber ziemlich schnell ab. Ich weiß auch nicht, aber hier fehlt mir was. Was, könnte ich aber auch nicht sagen. Claudia hat eine grandiose Stimme, die hört man auch im Track, daran liegt es also nicht. Vielleicht braucht man hier einfach ein paar Durchgänge bis man vollends begeistert ist. Ich vergebe daher zögerliche 4 Punkte - aber wer weiß? Vielleicht bewerte ich ihn nach den Proben besser :D


Pierre: "WOW. Gänsehaut. Sie fühlt das, was sie singt. Das Video drückt auch genau das aus. Dramatisch. Emotional. Hat mir beim ersten Mal hören nicht so gefallen, jetzt liebe ich es!"

Lisa: "Dieser Song möchte vermutlich emotional sein, ich finde ihn allerdings nur langweilig… Ich habe die ganze Zeit auf den Ausbruch gewartet, aber irgendwie blieb das Bedürfnis, die Sängerin im Tempo anzuschieben."

Anni: "Viel zu dramatisch für mich.  Ich gebe mir Mühe nicht zu garstig zu sein, aber hier kam mir etwa die Galle hoch so kitschig finde ich das Lied :D. Dementsprechend kann ich an diesem Song auch nichts Schönes finden."

Julia: "Ganz schönes Lied mit der richtigen Portion Drama. Ich bezweifle nur, dass es mir langfristig im Ohr bleibt."

- Pierre ist schockverliebt, alle anderen sind eher verhalten. Ich rechne Malta damit eigentlich keine Chancen zu, allerdings überrascht mich das Land häufig und schafft es dennoch ins Finale. Ob das auch in diesem Jahr so laufen wird? Ich bezweifle es sehr.

5. Rumänien: Ilinca feat. Alex Florea - "Yodel It!"
OH MEIN GOTT!!! Ich liebe Rumänien in diesem Jahr. Verrückt, eigen, total am Mainstream vorbei und dennoch sofort eingängig. Wer hier keinen Spaß hat, der ist doch selbst Schuld, oder? Nein, ich verstehe, wenn man darauf überhaupt nicht steht, aber ich feiere diesen Song extrem und das liegt nicht daran, dass meine Mama aus Rumänien kommt. Die einzige Schwäche, die ich sehe: Der Raper Alex haut manchmal ziemlich daneben oder schafft es nicht, alle Wörter sauber auszusprechen. Dennoch: Ilinca ist einfach so gut, die reißt es raus! Mein absoluter Favorit für's Finale! 12 points to Romania!


Pierre: "Es ist bescheuert. Aber hat was. Bevor langweilige Lieder weiterkommen, hoffe ich, dass das ins Finale kommt. Es unterhält. Zudem sind beide schön anzusehen! :D"

Lisa: "Also ich steh‘ ja auf außergewöhnliche Musik, aber was zum Henker ist das denn? :D Er kann leider so gar nicht rappen und mit ihrem Gejodel verbinde ich das Bierzelt auf dem Oktoberfest – irgendwie interessant, dass sie noch Effekte drüberlegen, da fällt dann der Schuhplattler aus. Oh Mann…"

Anni: "Es gibt Songs, die finde ich gut, weil sie sich abheben. So auch hier der Fall. Die rumänischen Teilnehmer haben nämlich einen Song in dem sie jodeln, rappen und singen. Wie cool ist das denn? Einfach mal was anderes, was ich gerne im Finale sehen will."

Julia: "Österreicher müssen Gejodel mögen? Nein, dafür bin ich zu städtisch geprägt. Das Lied ist ganz lustig, ja, aber jodeln tu ich weiterhin lieber in der App."

- Dieser Song wird seine Fans und seine Hater gleichermaßen haben. Die einen finden es lustig, die anderen total bescheuert, gerne aber auch beides. Ich bin mir fast sicher, dass Rumänien ins Finale einziehen wird und dort mindestens im Mittelfeld landet. Einzige Sorge: Der Rapper mit seiner wackeligen Stimme und der echt schlechten Aussprache. Aber gut, das Yodeln macht das wieder wett :D

6. Die Niederlande: O'G3NE - "Lights and Shadows"
Ich steh ja auf Harmonien - und O'G3NE bieten genau das! Gesungen ist das hier einfach perfekt und geht bei mir auch total ins Ohr! Ja, es ist so ein 0815-2000er-Song, nichts besonderes, aber eben schön anzuhören, aufgrund der harmonierenden Stimmen. Ich würde das hier sehr gerne im Finale sehen, denn das würde ein Ruhepol am Finalabend sein, auf den ich mich freuen würde. Außerdem glaube ich, dass man das hier sehr gut auf die Bühne bringen kann. Deshalb sind es bei mir auch 10 Punkte - und ab ins Finale mit euch!


Pierre: "Was. Ist. Das? Gesanglich: nein. Lied: nein. Chor: nein. Das ist leider nicht mein Fall."

Lisa: "Okay, Robbie Williams hatten wir schon, hier kommt noch Atomic Kitten dazu! Ich fühle mich ein bisschen in meine Kindheit in den 90ern versetzt, das ist nicht unbedingt was Positives. Aber die Harmonien sind nett…"

Anni: "Eine Girlband finde ich immer gut. Aber ich hätte mir einen etwas peppigeren Song gewünscht, trotzdem kommt der Song ganz cool, weil er mich an die Girlbands der 90er Jahre erinnert. Also Punkte aufgrund von Nostalgie, das zählt auch oder?" - Ja, tut es :D

Julia: "Schönes Lied, das die Niederlande ins Rennen schicken. Ist zwar sehr ruhig, aber ich mag es."

- Ja, natürlich ist es voll die Atomic Kitten-Nummer, ich gebe Lisa recht. Aber das ist doch total GEIL, oder? Ich bin ein großer Fan, aber wie es scheint, finden es viele auch VIEL zu schnulzig und monoton. Ob "Lights and Shadows" dennoch ins Finale kommt? Bleibt abzuwarten und ist nicht ganz sicher, würde ich sagen. Die Stimmen hätten es aber verdient.

7. Ungarn: Joci Pápai - "Origo"
DESHALB GUCKE ICH DEN ESC! Um Neues, Außergewöhnliches, Frisches zu hören. Das liefert Ungarn in diesem Jahr und trifft direkt in mein orientalisches Herz. Ich liebe die Liedführung, den Gesang, die Instrumentalisierung - eigentlich alles bis auf eine Sache... DEN RAP! Der ruiniert wirklich das gesamte Lied. Nach dem ersten Hören war ich hin und her gerissen, denn ich mag den Song eigentlich sehr gerne. Kann ich ihm also verzeihen? Ja, kann ich, aber mit Abstrichen. Ich finde, ein solcher Song gehört ins Finale. Ungarn riskiert immer mal wieder etwas und das gehört einfach belohnt. Deshalb gibt es von mir auch - trotz Rap - 8 Punkte.


Pierre: "Ich liebe es. Live berührt es mich noch mehr. Speziell.  Ich mag seinen Gesang. Ich mag das Gedudel. Ich mag das ganze Lied total! <3"

Lisa: "Mehr Muttersprachler-Herzchen! Ich mag den folkloristischen Touch, den das Lied hat – der Sänger hat eine tolle Stimme. Ich wäre allerdings dankbar für einen Untertitel^^ Der Sprechgesang wäre meiner Meinung nach nicht nötig gewesen..."

Anni: "Mir gefällt der Gesang und die Stimme bei diesem Song nicht. Ich mag dieses „Gejodel“ (ich will niemand beleidigen, weiß aber nicht wie ich das sonst nennen soll) am Anfang nicht, auch der Rap-Teil wirkt fehl am Platz. Trotzdem muss ich sagen, dass ich es schätze, dass ein Song in der Landessprache gesungen wird und sich so stark vom gängigen Pop-Klischee abhebt."

Julia: "So sehr ich unsere Nachbarn und ihr Gulasch schätze, das Lied ist gar nicht meins."

- Schön, dass sich die meisten drauf einigen können, dass der Rap echt Fehl am Platz ist. Aber gut, dennoch scheint Ungarn ganz gut anzukommen, wird aber natürlich auch seine Kritiker haben (Gel, Julia? :D). Mal sehen, Finale traue ich der Nummer auf alle Fälle zu. Dort ist dann alles offen, ich rechne mit einer Mittefeldplatzierung.

8. Dänemark: Anja Nissen - "Where I Am"
Fan-Wank - so bezeichne ich Tracks, die von den Fans total gehyped werden, warum auch immer. So geschehen mit Anja, die bereits im letzten Jahr beim dänischen Vorentscheid mitmachte und es knapp nicht schaffte - sie wurde Zweite. Davor war sie übrigens "The Voice Australia" gewonnen - von Australien sollte es also definitiv Punkte geben. Nun hat sie es mit "Where I Am" geschafft und ich finde den Song gar nicht so schlecht, besonders der Refrain geht total ins Ohr. Allerdings finde ich die Strophen ziemlich schwach. Dennoch gehört er noch zu den Songs, die ich ganz gut finde im Vergleich. Aber würde ich diesen Song downloaden? Wahrscheinlich nicht. Aber ich gebe zu: Je öfter ich ihn höre, desto besser finde ich ihn. Nach dem ersten Hören hätte ich ihm wahrscheinlich 3 Punkte gegeben, jetzt vergebe ich 7 - wie gesagt, irgendwann liebt man ja alle Tracks :D Deshalb gibt es ja die Jury, die alle Songs nach dem ersten Hören bewertet hat. Was die wohl sagen?


Pierre: "Schnarch."

Lisa: "Noch ein substanzloses Popliedchen. Bei mir wird es nicht hängenbleiben, auch wenn die Sängerin wirklich eine wahnsinnig tolle Stimme hat und sie auf den Punkt einsetzt."

Anni: "Leider wieder ein sehr poppiger Song, gesungen von einer Frau. Aber ich muss so fair sein und zugeben, dass dieser Song mir von den poppigen Songs bisher am Meisten zusagt. Trotzdem fehlt mir bei diesen Songs immer die Persönlichkeit."

Julia: "Endlich mal wieder ein Beitrag von Dänemark, der mir gefällt! Schönes Lied!"

- Schafft es Dänemark nach zwei Jahre mal wieder ins Finale? Ich glaube schon, auch wenn wir hier eine 0815-Pop-Plastik-Nummer haben... die haben wir Deutschen allerdings auch :D Anja kann gut singen und sollte deshalb von den Juries auch relativ gut behandelt werden. Im Finale sehe ich sie dann allerdings eher weiter hinten, denn für mehr ist die Nummer zu glatt.

9. Irland: Brendan Murray - "Dying to Try"
Gut. Wirklich gut. Also so prinzipiell. Aber irgendwie ist das auch nicht so anders als vieles andere. Einziger, wirklich außergewöhnlicher Plusplunkt: Die Stimme des Sängers erwartet man nicht, anfangs dachte ich, es singt eine Frau. Das muss man ihm also lassen. Aber sonst ist mir das einfach viel zu langatmig, zu glatt. Denn nach Abspielen des Songs, bleibt da einfach nichts mehr hängen. Schon fünf Minuten später könnte ich ihn nicht mehr nachsingen. Sorry! Dafür gibt es auch nur 2 Punkte.


Pierre: "Lied mag ich irgendwie. Allerdings darf ich dabei den Typ nicht sehen. :P Das Lied könnte Titelmusik aus einem Film sein."

Lisa: "Ich hoffe, er kommt niemals in den Stimmbruch! <3 Ein wunderschöner Song, den ich ihm auf den ersten Blick gar nicht zugetraut hätte. Das Finale ist grandios!"

Anni: "Ohr der Song von Irland ist schön. Brendan Murray hat eine interessante und sehr hohe Stimme für einen Mann- fast schon weiblich. Aber das macht diesen Song besonders. Dazu traumhafte Lyrics und man hat einen meiner Favoriten."

Julia: "Der Sänger sieht aus wie mein Exfreund, was nicht gerade positiv zu meiner Bewertung beiträgt. Dass seine Stimme viel zu weiblich klingt, macht es auch nicht besser. Sorry, Irland, leider nicht mein Favorit."

- Sehr gemischte Reaktionen, dennoch empfinden die anderen Juroren den Song als relativ gut. Könnte es für Irland tatsächlich nach Jahren der Abstinenz mit dem Finale klappen? Zu wünschen wäre es ihnen, ist das Land doch das mit den meisten Siegen (7 Mal gewonnen). Ich bin kein Fan, aber das heißt ja nichts. Viel Erfolg in Kiew!

10. San Marino: Valentina Monetta & Jimmie Wilson - "Spirit of the Night"
The Queen is back! Valentina Monetta hat insgesamt drei Mal beim ESC gesungen - alle drei Male dabei für San Marino, dem kleinsten Staat beim ESC. Von diesen drei Malen schaffte sie es beim letzten Mal ins Finale, konnte aber den untersten Rängen nicht entfliehen. Valentina hat sich von der schüchternen, kleinen Maus zur reifen, jungen Frau entwickelt und auch die Tracks wurden von Jahr zu Jahr besser. Diesmal kann ich gut und gerne behaupten: "Spirit of the Night" ist wohl San Marino's stärkster Song EVER. Ja, es ist wieder ein totaler Retro-Song (kein Wunder, Ralph Siegel hat ihn auch komponiert), aber dieser geht immerhin rein und macht Spaß! ICH HOFFE ER KOMMT INS FINALE - auch wenn ich mir da nicht so sicher bin. Ich vergebe 6 Punkte und hoffe einfach auf die Fans, die die Sängerin und ihren Gastsänger dahin wählen :D Übrigens glaube ich, dass das Bühnenbild total peinlich ausfallen wird... aber gut, wir brauchen ja auch was zum Lachen, oder?


Pierre: "Es groovt. Erinnert mich irgendwie an Abba. Gefällt mir. Irgendwie."

Lisa: "Was für ein cooles Duett – die beiden ergänzen sich total gut und ich mag die Spritzigkeit im Text des Liedes. Obwohl es ein Dancetrack ist (von denen ich ja eigentlich nicht so der Fan bin), nimmt mich dieses Lied mit und lässt meine Füße wippen, spaßig! (:"

Anni: "Anfangs hatte ich die Hoffnung auf einen geilen Clubsong, dann kam das Duett und ich hatte die Hoffnung verloren. Aber dann kam der Cut und aus romantischem Duett wurde ein fetziger Song. Nicht so modern wie andere Teilnehmersongs, aber trotzdem sehr schön zu hören."

Julia: "Und wieder schicken sie Valentina Monetta ins Rennen – man munkelt, sie sei die einzige Sängerin in San Marino. Diesmal finde ich das Lied aber gar nicht so übel."

- Fans werden den Song und besonders die Sängerin lieben und es sicher im Finale sehen. Nicht-Fans und Zuschauer, die sich den Contest einfach einmal im Jahr ansehen, werden nur über den Song entscheiden und nicht über die Beliebtheit der Sängerin. Für mich kein sicherer Qualifier. Wenn er es ins Finale schaffen sollte, dann nur ganz knapp auf den Plätzen 9 oder 10.

11. Kroatien: Jacques Houdek - "My Friend"
Ganz, ganz gruselig. Dieser Sprech-Part am Anfang und dann die zwei unterschiedlichen Stimmlagen - für mich passt das gar nicht zusammen. Sorry, aber für mich irgendwie total peinlich. Unfassbar, denn Kroatien hatte letztes Jahr einen wirklich großartigen Song am Start. Eins muss man dem Song aber lassen: Der Refrain ist ganz niedlich. Aber insgesamt gefallen mir die zwei Stimmlagen einfach zusammen nicht. 1 Punkt - sorry!


Pierre: "Mag die tiefe Stimme nicht. Leider. Die andere hellere Stimme gefällt mir total gut. Disney-Like. Die tiefe Stimme allerdings stört mich – und berührt mich nicht. Stört eher."

Lisa: "Ich kann leider mit diesem wüsten opernmäßigen Geknödel nicht so viel anfangen, aber ich finde das Finale von diesem Song superbombastisch und hab‘ jetzt schon einen Ohrwurm… Ich bin mir aber nicht so richtig sicher, ob der Stilmix so ganz meinen Geschmack trifft :D"

Anni: "Find ich leider nicht so schön. Es hat gut gestartet, aber als dann die tiefe Stimme dazu kam, hat mir dieser Stilmix nicht mehr gefallen. Getrennt wären es sicher zwei schöne Songs gewesen. Übrigens spult mal zu 1:15 und sagt mir ob ihr auch das Bedürfnis hattet „Let it Go“ von Frozen dazu zu singen." - Hatte ich :D

Julia: "Zu viele Stimmlagen in einem einzelnen Lied für meinen Geschmack. Das macht es für mich zu unruhig, um schön zu sein."

- Ja, die Popstimme des Songs ist super, aber sobald der Opern-Gesang anfängt, ist es für mich ein totaler Turn-off! Ich glaube ja nicht an eine Finalqualifikation, dafür ist es mir zu viel auf einmal. Wie die Jury bereits sagte: Der Stilmix trifft wahrscheinlich viele Geschmäcker einfach nicht. Oder euren etwa?

12. Norwegen: Jowst feat. Aleksander Walmann - "Grab the Moment"
Club-Atmosphäre in Kiew - funktioniert das? Norwegen will uns das beweisen und schickt einen sehr charttauglichen Song zum ESC. Nachdem sie mit Aleksander Rybak ja den MEGA-Erfolg landeten, hatten es die Norweger schwer in letzter Zeit. Jowst und Aleksander sollen das ändern - tun sie es auch? Ich muss sagen, dass ich die Idee wirklich gut finde, aber mir der Song dann doch etwas zu schwach ist. Der Refrain bleibt vielleicht hängen und der Sound ist halt wirklich total aktuell und zeitgemäß, aber sonst ist es viel zu nichtssagend. Schade, denn seit langer Zeit wünschen sich die deutschen Fans, dass ein DJ mal unseren Song für den ESC komponiert (Felix Jaehn, Robin Schulz, Zedd...). Nun gut, Norwegen gehört damit nicht zu meinen Favoriten, ist aber auch nicht ganz weit unten. Könnte mit einer Finalqualifikation schwer werden. Von mir gibt's erstmal zurückhaltende 5 Punkte. Hier interessiert mich besonders das Urteil unserer Jury.


Pierre: "Das besondere an dem Lied: der Beat und die Melodie. Gesang: okay. Hier punktet eindeutig der DJ. Lied ist okay."

Lisa: "Ich habe die Geste, die er mit seinen Armen macht, noch nicht so ganz verstanden, aber den Song finde ich witzig (obwohl er eigentlich den Effekte-Overkill des Verderbens enthält). Zumindest ein Fußwippen ließ sich nicht vermeiden^^"

Anni: "Da dieses Jahr so viele Balladen dabei sind, heben sich solche Songs einfach besonders positiv hervor. Norwegen ist definitiv in meiner persönlichen Top5. Den Song schiebe ich gleich in meine Spotify Playlist. Super catchy."

Julia: "Skandinavien gibt dieses Jahr wieder ordentlich Gas! Freut mich sehr! Wie der Österreicher sagen würde: Taugt ma."

- Wir alle mögen also den Song, ich bin mir aber noch etwas unsicher wegen der Performance. Es passiert nicht viel und der Sänger hat wirklich ein paar komische Gesten - Lisa hat vollkommen recht! Könnte es für Norwegen reichen? Ganz enthusiastisch bin ich nicht, würde mich aber über diese coole Nummer im Finale freuen.

13. Schweiz: Timebelle - "Apollo"
Okay, das ist mein Fan-Wank, ich gebe es zu: Timebelle haben es mir total angetan und überzeugen mit mit "Apollo" total. Einmal angehört, bekomme ich den Song gar nicht mehr aus meinem Kopf und summe und singe ihn ständig vor mich hin. Ja, der Song ist total berechnend und eigentlich nichts Besonderes, aber ich kann nicht anders. Finale? Vielleicht, kommt auf die Inszenierung an, aber die war ja schon beim Vorentscheid super und wirkt in Kiew bestimmt noch sehr viel imposanter. GO SWITZERLAND! Ich gönne euch das Finale sehr, schließlich wurdet ihr die letzten Jahre wirklich immer unfair behandelt. Ich feiere immer noch "Time to Shine" aus dem Jahr 2015. Und dieses Jahr eben "Apollo" - 12 points!


Pierre: "Liebe es. Hab das schon vor einem Monat gehört und hab mich direkt verliebt. Starkes Lied. Sängerin berührt mich mit ihrer Stimme. Tolles Lied! Muss weit vorkommen!"

Lisa: "Das ist meines Empfindens nach leider noch so ein nichtssagender Popsong, der bei mir nicht hängenbleiben wird… Sie hat eine tolle Stimme, die Instrumente sind effektvoll eingesetzt – und trotzdem finde ich es irgendwie langweilig und einfallslos."

Anni: "Auch bei unseren anderen Nachbarn muss man sagen 'Touchè schöner Song'.  Wundervoller Song, der sicher die Chance auf das Siegertreppchen hat. Normalerweise überzeugen mich die weiblichen Solistinnen nicht so sehr, aber Timebelle macht  einem als Hörer Spaß."

Julia: "Das Lied kommt mir schon wieder so bekannt vor. Das impliziert Austauschbarkeit, auch wenn das Lied ganz nett ist."

- Pierre, Anni und ich sind total die Fans, Lisa und Julia äußern durchaus Kritik! Verständlich, denn der Song an sich ist eigentlich 0815-Ware. ALLERDINGS: Timebelle bringt diesen Song einfach wahnsinnig gut rüber und der Refrain ist ein richtiger Ohrwurm! Ich glaube an eine Finalqualifikation und wünsche der Schweiz auch mindestens einen Mittelfeldplatz. Siegerchancen rechne ich ihm nicht zu, obwohl viele Fans dies tun. Aber: Alles ist möglich!

14. Weißrussland: NAVI - "Historyja majho schyzzja"
Ich liebe, liebe, liebe es. Ich kriege jedes Mal wieder gute Laune und möchte gar nicht, dass es aufhört. Die beiden Sänger wirken total sympathisch und haben einfach Spaß auf der Bühne - das möchte ich in Kiew sehen! Ich habe keine Ahnung, um was es in dem Stück geht, aber ich meine einfach herauszuhören, dass es eine positive Grundmessage hat - und wenn das ein Stück schafft, dass ich meine etwas zu verstehen, obwohl ich es gar nicht tue... ja, dann muss irgendwas richtig laufen. Von mir gibt's erneut 12 Punkte, den ich mag es wirklich, sehr, sehr, sehr! Finale? Bitte. Aber könnte auch knapp werden.


Pierre: "NEIN NEIN NEIN. AUA."

Lisa: "Was für ein bezauberndes Team – und wie superschön ihre Stimmen harmonieren! =) Ich verstehe ihre Sprache leider nicht, aber der Song macht mir sofort gute Laune, die ansteckend ist. Klasse Stimmung, toll rübergebracht!"

Anni: "Wow so ein glücklicher Song, das ist man von Weißrussland ja nicht so gewohnt. Normalerweise schicken sie ja eher die Frauen mit den starken Stimmen. Das ist eine schöne Abwechslung, die mich persönlich überzeugt."

Julia: "Das Lied ist wie ein Bach, es plätschert ganz hübsch dahin, aber es passiert nicht großartig was. Nichtsdestotrotz ein ganz süßes Lied."

- Wir müssen Pierre und Julia noch in unser Love-Boat holen :D Ich finde, dass das hier eine richtige Erfrischung werden kann, wenn es ins Finale kommt, weshalb ich auf eine Qualifikation hoffe. Aber natürlich muss man auch sehen, dass es eben Leute wie Pierre und Julia gibt, die da gar nicht drauf abfahren. Qualifikation also eher unsicher, aber möglich.

15. Bulgarien: Kristian Kostov - "Beautiful Mess"
Ehrlich? Nach dem ersten Hören fand ich das ganz nett, aber nicht außergewöhnlich gut. Jetzt, nach mehrmaligem Hören finde ich es wirklich richtig gut. Kann daran liegen, dass ich mir ein Video von dem Herren angesehen habe, in dem er live singt und ich Gänsehaut bekommen habe. Das hier wird mein Israel. Denn 2016 waren Israel mein Gänsehaut-Song und auch am Finalabend mein Gewinner. Bulgarien hat großes Potenzial, es ähnlich zu machen, wie Israel letztes Jahr. Großartige Stimme, eine sehr moderne Produktion und ein total süßer Sänger - was will man mehr, die Herzen werden ihm zufliegen. Von mir gibt's 10 Punkte. Mal sehen, wie es in Kiew zünden wird.


Pierre: "Ich mag ihn. Er hat tolle Lieder. Das Video ist irgendwie düster. Bin gespannt, wie er das Live singen wird. Gute Chancen: eher nein. Aber er sollte damit im Finale stehen."

Lisa: "Ich finde die Stimmung von diesem Song (und ein bisschen auch den Sänger) supergruselig! Nicht betrückend-traurig, sondern verstörend-creepy. Also ich bin froh, wenn ich ihn nicht noch mal hören muss :/"

Anni: "Mit Sicherheit ein beeindruckender Song und auch das Video. Aber der Song überzeugt mich eigentlich nur in Kombination mit dem Video. Ganz ohne diese Bilder, würde der Song gar nichts bei mir auslösen. Für mich daher nur gutes Mittelfeld."

Julia: "Ich hatte Bulgarien nie so wirklich auf dem ESC-Schirm. Dieses Jahr ändert sich das. Was für ein wundervolles Lied!"

- Bulgarien wird hoch gehandelt, was daran liegt, dass der Sänger im Osten Europas total bekannt ist, weil er etwaige Castingshows gewonnen oder daran teilgenommen hat. Ich mag den Track sehr gerne und mag ihn auch immer mehr, alle anderen Juroren finden ihn nur okay. Könnte es einen Absturz des Favoriten geben? Zweifelhaft, denn wie gesagt: Die östlichen Länder sollten für Bulgarien und Kristian abstimmen. Aber singt er um den Sieg mit? Ich mag auch nicht daran glauben.

16. Litauen: Fusedmarc - "Rain of Revolution"
Nein. Einfach nein. Ich weiß gar nicht was ich dazu schreiben soll... ich erkenne keinen Refrain, keine Strophe, keine Melodie. Eigentlich nichts. Da hilft auch keine Inszenierung der Welt - für mich mit großem Abstand auf dem letzten Platz. Wenn ich könnte, würde ich 0 Punkte vergeben. Ernsthaft! Ganz, ganz gruselig und für mich überhaupt nicht im Finale. Falls es dort aber landen sollte, wird das mein Toiletten-Lied. Sorry Litauen!


Pierre: "Die Frau macht mir Angst. Komisches Lied. Gefällt mir nicht."

Lisa: "Leider hat sie in dem Video nur die Minderheit der Noten wirklich gut getroffen (oder ich hab‘ Wahrnehmungsstörungen ooooder das war gewollt^^). Kann ich leider gar nicht feiern, den Song – dazu passiert mir irgendwie auch zu wenig…"

Anni: "Das könnte der Soundtrack für ein Spionage Comic sein oder für sowas wie Kim Possible. Ich finde es gut, dass der Song sich abhebt, aber für mich kein Finalist. Tut mir leid."

Julia: "Nein, Litauen. Einfach nein. Das Pipipausenlied des zweiten Halbfinales ist gefunden!"

- Ich zitiere Julia: "Nein, Litauen. Einfach nein". Niemand mag das hier und auch wenn die östlichen Länder sich gerne Mal Punkte zuschicken... das wird bei diesem Song nicht passieren. Sorry, Litauen, im Halbfinale wird Schluss sein.

17. Estland: Koit Toome & Laura - "Verona"
Ich bin ja in letzter Zeit eh Schlager-Fan und jetzt gepaart mit Modern Talking... dann liebe ich es einfach :D "Verona" bleibt hängen und sticht einfach aufgrund dieses Retro-Sounds und der Erinnerung an Modern Talking heraus. Ich bin gespannt, wie es auf die Bühne gebracht wird, im Vorentscheid sah das schon sehr gut aus! Wird wahrscheinlich das Guilty Pleasure von vielen werden dieses Jahr. Bei den Wettquoten wird ihm ein Mittelfeldplatz prognostiziert, ich könnte mir vorstellen, dass es sogar ein Platz irgendwo um die 10 werden könnte. Bleibt abzuwarten. Ich vergebe 10 Punkte :D


Pierre: "Gefällt mir. Hat was schlagermäßiges. Tolles Lied!"

Lisa: "Ist mir einfach mal wieder zu elektronisch-tanzig. Könnte ich im Hintergrund laufen lassen, ist mir aber zu unspektakulär, um hängen zu bleiben. Und was der estnische Song mit Verona zu tun hat, hat sich mir auch nicht so ganz erschlossen…?"

Anni: "Als nur die Frau gesungen hat, fand ich den Song schön. Aber als ihr männlicher Gegenpart begonnen hat konnte ich nur noch an 'Modern Talking' denken. Oh Gott er klingt, als hätte er da damals perfekt dazu gepasst. Auch das  AaaAAAaaOOO im Refrain geht für mich gar nicht."

Julia: "Die nördlichen Nachbarn machen das schon etwas besser mit dem Song. Aber es ist auch nicht mein Favorit."

- Die, die auf Trash und ein bisschen Modern Talking stehen, werden das hier lieben, alle anderen denken eher: "Oh nein, bitte nicht". Ich hoffe, Estland kommt ins Finale, denn ich LIEBE die Nummer total. Aber für mich auch kein ganz sicherer Qualifier, sondern eher im Mittelfeld einzuordnen - selbes denke ich, wenn sie es ins Finale schaffen sollten.

18. Israel: Imri Ziv - "I Feel Alive"
Boah, ich weiß ja nicht. Hier will man total auf Party machen, aber man erreicht mich leider überhaupt nicht damit. Dazu finde ich auch, dass es nicht wirklich gut gesungen ist. Halt nett, aber jetzt nicht mehr. Der Song geht dabei zwar ab, bleibt aber auch nicht unbedingt bei mir hängen. Außerdem habe ich etwas Angst, dass der Refrain total unsauber gesungen werden wird - oder, wenn er sauber gesungen wird, dann schräg wird. Einzig, wirklich coller Aspekt: Die Bridge, da wird's dann ein bisschen orientalisch - das feiere ich ja immer! Aber gut, der Sänger ist ja eine Schnitte, das könnte ein paar Pluspunkte geben :D Bei mir reicht's nur für 5 Punkte.


Pierre: "Sieht gut aus. Lied ist okay. Mag seinen hohen langen Ton. Groovt. Muss dabei sein, auch wenn ich es anfangs langweilig fand. Jetzt kann man es sogar anhören."

Lisa: "Laaangweilig! Find‘ ich völlig unspannend, weil es auch von irgendeinem x-beliebigen Sänger unserer Zeit kommen könnte. Ist einfach nichts Neues und sticht nicht aus der Masse. Austauschbar."

Anni: "Ein Song der mich etwas an den Beitrag von Schweden erinnert. Auch Israels Beitrag passt perfekt zur aktuellen Trend Musik und klingt nach einem Song, der im Sommer auf und ab gespielt werden könnte. Ein richtig schöner Stimmungsmacher."

Julia: "Das Lied ist eingängig und tanzbar. Ich hoffe nur, dass er live die Töne trifft, ansonsten wird das ziemlich in die Hose gehen."

- Richtig: Sieht gut aus, ist aberviel zu 0815. Und Julia hat Recht: Leider ist Imri live auf sehr wackligen Beinen. Viele feiern diesen Song, allerdings möchte ich nicht so richtig dran glauben, dass er total sicher ins Finale einziehen wird. Das hier könnte einer der größten Schocks werden, wenn er im Halbfinale ausscheidet. Und das halte ich nicht für ausgeschlossen. Falls es klappen sollte, rechne ich mit dem schlechten Mittelfeld.


Das waren bereits alle Kandidaten vom zweiten Halbfinale! Was sind eure Favoriten? Und welche Songs gehen gar nicht?

Aber hier ist noch nicht Schluss: ESC-Fans wissen, dass es bereits 6 Finalisten gibt. Zum einen wären das die Big Five, also Italien, Spanien, Frankreich, UK und Deutschland, zum anderen ist das das Gastgeberland, in diesem Jahr also die Ukraine. Die ersten fünf Länder zahlen am meisten in den ESC-Topf und bringen das größte Publikum, weshalb sie automatisch im Finale sind, das Gastgeberland dagegen war im letzten Jahr so gut, dass es als Belohnung quasi direkt gesetzt ist. In den Halbfinals dürfen jeweils drei dieser Länder ebenfalls voten - für das 2. Semifinale sind das Deutschland, Frankreich und die Ukraine - und deren Repräsentanten sehen wir uns jetzt auch noch an.

Deutschland: Levina - "Perfect Life"
Ja, ich mag's. Es geht ganz gut ins Ohr und Levina ist eine Sympathische. ABER, und jetzt folgt das große ABER: Leider ist der Song zu austauschbar, zu gewollt und viel zu gewöhnlich, außerdem erinnert der Anfang an "Titanium", was ja viele kritisieren. Ich fürchte, wir dürfen froh sein, wenn es nicht schon wieder der letzte Platz wird - und das liegt wirklich nicht an Levina, sondern am Song, der einfach nur mittelmäßig ist. Es bleibt abzuwarten, wie das Staging wird und ob man da noch was rausholen kann. Falls nicht, scheint das Triple unvermeidbar. Ich vergebe keine Punkte, aber einen Mittelfeldplatz würde ich mir wünschen.



Pierre: "Stimme: toll. Style: eigen. Lied: Melodie erinnert mich an Titanium. Frage mich, ob das von den Zuschauern und Wählern akzeptiert wird – oder ob wir wieder hinten landen werden."

Lisa: "Und der Song hier ist leider genauso austauschbar und nichtssagend. Sorry, aber für solches seichtes Popgesäusel schaue ich mir den ESC nicht an :/ Das geht besser!"

Anni: "Es ist definitiv ein besserer Beitrag, als das was wir sonst so ins Rennen schicken. Aber das ändert nichts daran, dass hier am Anfang von „Titanium“ abgekupfert wurde. Trotzdem denke ich, dass wir damit eine Chance haben im Mittelfeld zu landen."

Julia: "Titanium von David Guetta lässt grüßen? Mehr komponieren, weniger plagiieren, liebste Nachbarn! So wird das nix."

- Oh Mann, wo führt das nur hin? Levina ist eine super sympathische Maus, eine gute Stimme ist da und auch ihr Styling überzeugt mich mehr und mehr. Leider, wirklich leider, ist die Ähnlichkeit zu "Titanium" einfach nicht abzustreiten. Und ich fürchte, genau das wird uns den Strich durch die Rechnung machen. Dennoch: Positiv bleiben und abwarten, was für ein Bühnenkonzept man sich da überlegt hat - vielleicht werden wir ja überrascht ;-)

Frankreich: Alma - "Requiem"
Ich habe den Song das erste Mal gehört und war eher etwas enttäuscht, da ich den Beitrag letztes Jahr wirklich gut fand und ihn mir sogar als Sieger hätte vorstellen können. Nun gut, Alma vertritt jetzt Frankreich dieses Jahr und der Song ist wirklich okay, aber eben kein Burner. Hinzu kommt leider, dass Alma sehr aufgeregt ist und daher sehr unsicher singt. Das könnte natürlich zur Last werden, wenn sie nicht voll und ganz abliefern kann - denn dann würde auch der beste Song nichts nützen. Ich vergebe 5 Punkte und bin gespannt, wie es in Kiew werden wird.


Pierre: "Mag Alma eigentlich nicht. Ihre Lieder gehen mir auf den Zeiger. ABER das Lied gefällt mir. Macht gute Laune.  Ihr bestes Lied!"

Lisa: "Französischer Chanson trifft orientalisch angehauchten Dancetrack – witzig! Hier ist zumindest mal ein bisschen Abwechslung drin, macht Laune! (:"

Anni: "Ich gehöre nicht zu den Menschen, die die französische Sprache als angenehm vernehmen. Daher gefällt der Song mir einfach nicht. Aber ich kann mir vorstellen, dass er definitiv im Finale landet und auch sehr hoch platziert wird. Denn jenseits von meinen persönlichen Präferenzen muss ich zugeben, dass es ein guter Song ist."

Julia: "Ich bin sogar mal recht positiv überrascht von Frankreich. Da haben sie sich tatsächlich zu einem englischen Chorus durchgerungen. Wow. Und es ist sogar ganz gut gelungen."

- Machen wir uns nichts vor: Sollte das gut vorgetragen werden, steht einem Top10-Abschneiden nichts im Weg, auch wenn ich nicht der größte Fan davon bin. Alma ist eine Süße, der Song geht ins Ohr und versprüht gute Laune - was will man mehr? Viel Spaß in diesem Jahr, Frankreich, ihr solltet euch keine Sorgen machen ;-)

Ukraine: O. Torwald - "Time" (Startplatz 22 im Finale)
Auch hier wieder: Gar nicht mein Geschmack. Die Inszenierung finde ich eigentlich sehr gelungen, aber der Song ist einfach überhaupt nicht meins. Ich weiß auch nicht, wie das hier beim Publikum und den Juries ankommen wird. Ich vermute, die Ukraine landet nach ihrem phänomenalen Sieg im unteren Drittel - sorry! Deshalb gibt es von mir auch nur 2 Punkte.


Pierre: "Kann damit nix anfangen."

Lisa: "Jaaaaa! Was mit Schmackes! Superklasse und eingängig ist es auch noch – ich bin ein Fan und freue mich über die Abwechslung zwischen all dem Pop-Spaß (: Coole Jungs!"

Anni: "Oh mein liebster Beitrag müsste der hier sein. Ich höre einfach am liebsten rockige Musik und ich bin ehrlich, das fehlt mir beim ESC einfach immer. Da begeistert mich so ein Beitrag einfach leicht. Die Künstler, die ihre Instrumente selber spielen, bewerte ich grundsätzlich eh immer besser. Ich bin gespannt wie es dieses Jahr ausgehen wird."

Julia: "Ich freue mich über etwas Rockmusik beim ESC! Leider ist der Chorus etwas zu gehetzt, ansonsten wäre es einer meiner Favoriten. Aber ein Pluspunkt für den hübschen Sänger!"

- Pierre und ich sind keine Fans, die Mädels fahren drauf ab. Ob das an der Rockband-Ausstrahlung und den süßen Jungs liegt? Ich kann es nicht sagen, für mich war die Ukraine eigentlich abgeschrieben, aber wenn ich so die Reaktionen der Mädels betrachte, könnte es ja vielleicht doch noch für's Mittelfeld reichen? Es bleibt spannend!

© EBU

Das war's! Alle beiden Halbfinals wurden gecheckt, jetzt ist die Frage: Wer ist euer Favorit? Habt ihr einen klaren Gewinner oder habt ihr mehrere Favoriten? Nächste Woche Dienstag, also eine Woche vor dem 1. Semifinale folgt die Bekanntgabe der Top10s der LISTEN-Eurovision-Jury, außerdem werden die vergebenen Punkte zusammengezählt, um herauszufinden, wen die gesamte Jury im Finale sieht - selbes folgt dann am Donnerstag für das zweite Halbfinale!

MORGEN übrigens für (Nicht-)ESC-Fans auch interessant: Um 17:30 Uhr wird es auf meinem Blog eine #LIVE-Album-Rezension zum ESC-Album von Levina, "Unexpected", geben - schaltet also gerne rein (:

Cover: © RCA Deutschland/
Sony Music Germany


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Auf listen by Lenny. präsentiere ich euch alles, was mich bewegt, mich interessiert und beschäftigt. Ich teile mit euch all meine Vorlieben - sei es Musik, Eurovision, Bücher oder andere Bereiche des Lifestyles - ich berichte darüber! Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein "Gefällt mir" auf Facebook da lasstmir auf Instagram ein Abo schenktmich auf Google+ hinzufügt und meinem Blog folgt (: